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28. August 2012 2 28 /08 /August /2012 13:50

 

Von der entspannten Ignoranz mancher Hundehalter müsste ich mir wirklich mal eine Scheibe abschneiden. Ich persönlich mache mir ja ständig Gedanken darüber, ob sich unsere Hündin politisch korrekt in der menschlichen und hündischen Gesellschaft bewegt.

 

Es könnten ja zart beseelte Hündchen einen Schock erleiden, wenn sie vom Gaskopf mit üblen Schimpfwörtern betitelt werden. Oder unbeteiligte Passanten erleiden einen Infarkt wenn die Madame sich mit Getöse in die Leine wirft. Von Haare ausrupfen, Hundehintern versohlen und Shelties auf den Rücken schmeißen will ich gar nicht mal reden. Wie macht der Gaskopf das nur? War sie heimlich in einer Schule für Hunde-Judo?

 

Anderen Hundehaltern sind solche Mäzchen ihrer Hunde völlig egal. Die merken nicht mal wenn sie unangenehm auffallen. Und das ist, glaube ich jedenfalls, für sie sehr angenehm.

 

Es regnet. Das ist doch auch mal schön. Nach einem für alle Beteiligten sehr anstrengenden Tierarztbesuch brauchen Hund und Mensch Entspannung. Der Gaskopf und ich gehen ausgiebig spazieren und ich gehe fest davon aus, da ist außer uns niemand unterwegs. Also Friede, Freude, Eierkuchen.

 

Wir sind schon fast am Ende der Runde und trödeln so am Waldrand entlang. Da sprintet von hinten ein schwarz-weißer Hund auf uns zu. Der sieht aus wie ein Deutsch-Drahthaar aber eben in schwarz-weiß und mit Stehohren. Zum Glück ein Rüde. Er stürmt in gerader Linie auf Beata zu. Das ist unter Hunden verdammt unhöflich.

 

Der Gaskopf ist vom Tierarztbesuch  natürlich noch genervt. Also wird der freche Rüde erstmal über die Wiese gescheucht und ein klein wenig in die Schranken gewiesen. Toll. Irgendwelche Menschen sind erstmal nirgends zu sehen. Super. Was mach ich jetzt mit diesem Hund? Den einzufangen und  im Tierheim abzugeben hab ich jetzt wirklich keine Lust.

 

Endlich schaffe ich es das Tier einzufangen. Als ich ihm meine Leine anlegen will und der Karabiner klickt, schießt Beata noch mal nach vorne und verpasst dem Rüden noch mal einen Nackenstoß.

 

Das ist deutlich. „Verpiss dich. Du kommst nicht mit! Noch einen Sausack zu Hause vertrag ich nicht und will ich auch nicht.“  Es hilft aber nichts Schätzerle,  der bleibt an der Leine und du läufst Fuß. Also laufen wir jetzt wieder zurück in die Richtung, wo der andere Hund herkam. Vielleicht finden sich ja Herrchen und Frauchen. Finden sich nach einer Weile auch.

 

Das Paar ist lustig drauf. Ach, sie hätten meinen Hund nicht gesehen und hätten sich gedacht, ihr Hund kommt dann schon wieder. Da könnte man einfach nichts machen. Ihr Hund läuft eben gerne. Ganz toll. Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein.

 

Wäre das eine Hündin gewesen, hätte es eine riesige Schlägerei gegeben. Außerdem gibt es Menschen die Angst vor Hunden haben. Besonders wenn sie unvermittelt hinter einem auftauchen. Haben die Leute mal daran gedacht? Aber das ist den Leuten egal. Ist ja niemand unterwegs. Regnet ja.

 

 

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Published by gaskopfalarm - in Gaskopf
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  • : Blog von gaskopfalarm
  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
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