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7. April 2012 6 07 /04 /April /2012 14:02

 

Was der Köter immer wieder macht? Auf fremde Hunde zulaufen. Genauer gesagt. über mehrer hundert Meter sprinten. Das wäre nicht ein gar so großes Problem, wenn sie eine Vertreterin der „ist so lieb tut keinem was“ Sorte wäre. Ist sie aber nicht. Mit fremden Hündinnen fängt sie auch mal eine Schlägerei an, wenn es sein muss. Und zwischen Weibern muss es meistens sein. Zicke eben. Ich versteh es nicht. Die ganze Welt ist voll von glücklichen, entspannten Menschen die mit 20 Hunden ohne Leine spazieren gehen können ohne dass auch nur einer meint abhauen zu müssen. Anscheinend hat keiner solche Probleme-nur ich. Ich habe auch keinen Bock mehr auf Diskussionen mit neunmalklugen Bravhundehaltern. Anderen Hundebesitzern geh ich mittlerweile aus dem Weg.

 

Ja, ich hör es schon! So ein Köter muss eben an der Leine bleiben. Ein Forum gibt geschlossen den Tipp für Schleppleinentraining. Ich trainiere seit zwei Jahren und dieses Problem bekomm ich nicht in den Griff. Bis auf tierschutzrelevante Methoden habe ich schon alles ausprobiert. An der Schleppleine versucht sie es ja nicht mal. Der Köter ist eben nicht blöd.

 

Wieso ich sie nicht immer an der Leine lasse? Ich finde es einfach entspannend den Hund neben dem Fahrrad laufen zu lassen. Es hilft mir sehr gut abzuschalten, wenn ich dem Köter beim Galoppieren zuschaue. Wie ein Rennpferd muss sie sich auch mal richtig strecken können. Husky-Gene eben. Es baut meinen Stress deutlich ab, mit dem Gaskopf Mäuse zu buddeln. Gut, dass hier so wenige Leute rumlaufen. Eine 30 jährige Frau, die mit einer kleinen Gartenharke ihrem Hund beim buddeln hilft, könnte Fragen aufwerfen. Wir erwischen zwar keine Mäuse, aber das ist auch nicht wichtig. Wenn hier allerdings mal Leute rumlaufen, dann haben sie einen Hund dabei. Und der haut ihnen nicht ab. Diese Hunde sind alle brav!

 

Am Fahrrad kann ich sie also streckenweise nicht an die Leine nehmen und will es auch nicht.  Es soll ja auch Spaß machen. In der Nähe der Staße ist sie mittels Halter fest verankert. Mit Hund an Flexileine Radfahren halte ich für lebensgefährlich. Ein Sprung vom Gaskopf zur Seite und ich lande tierisch auf der Fresse.

 

Wahrscheinlich werde ich gleich nach der Veröffentlichung dieses Artikels der Internet-Inquisition übergeben und virtuell gesteinigt, gevierteilt und verbrannt. Aber meiner Meinung nach hat jeder Hund eine Aufgabe. Hunde kosten Zeit, Geld und Nerven. Dafür muss ein Köter etwas tun. Er ist für etwas gut, sonst verliert er seine Daseinsberechtigung. Heutzutage hat der Mensch selten eine Schafherde zu Hause, die ein Hund hüten und vor Wölfen und Bären beschützen muss. Aber der deutsche Durchschnittshund sorgt für die Gesundheit seines Besitzers und hilft ihm sich zu entspannen.

 

Es ist aber nicht entspannend, ständig den Horizont nach fremden Hunden absuchen zu müssen. Es ist anstrengend und frustrierend.

 

Meint Freund hat die Probleme übrigens auch nicht. Auf den hört sie ja. Da haut sie auch nicht ab. Er ist ja der Herr, Meister und Gottkönig des Gaskopfes.

 

Seit wir unseren Hund haben gehe ich jeden Samstag mit ihr  in die Hundeschule. Vielleicht hat ja die Trainerin eine Idee. Ich frag sie heute mal. So kann der Zustand jedenfalls nicht bleiben.

Einen Rauswurf des Gaskopfes könnte ich übrigens niemals durchsetzen. Eher müsste ich meine Koffer packen. Also muss eine andere Lösung her. Vielleicht kann man ja doch noch was machen.

 

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Published by gaskopfalarm - in Gaskopf
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  • : Blog von gaskopfalarm
  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
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