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12. September 2012 3 12 /09 /September /2012 11:51
 

 

Der Hund ist weg. Dem Hasen nach, über die Wiese in den Wald. Das Gefühl kennt nur jemand, der es auch schon erlebt hat. Da steht man nun ohne Hund mitten in der Pampa. Es wird einem schlagartig warm, in den Armen fängt es an zu kribbelt und im Kopf fahren die Gedanken Brummkreisel.

 

Es ist eine furchtbare Mischung aus Angst und Zorn. Angst, dem Köter könnte etwas zustoßen. Ein Auto, ein treffsicherer Jäger und vorbei ist´s mit der Hundehaltung. Angst aber auch der Köter könnte richtig derb Mist bauen. Hoffentlich erwischt sie den Hasen nicht! Was ist wenn sie einem anderen Hund begegnet? Unbedingt verträglich ist sie heute noch nicht mit Hündinnen.

 

Zu den Sorgen mischt sich riesiger Zorn. Zorn über das blöde Mistvieh und Zorn über sich selber. Verdammt! Musste das sein? Wieso war ich nur so blöd und habe den Hund von der Leine gelassen! Wenn das nur ab und zu wäre. Nein. Jede Wildbegegnung läuft so ab.

 

Ist der Köter endlich wieder da, kommt im Nachklang die Enttäuschung. Wieso macht sie das nur immer? Wieso muss ausgerechnet mein Hund so ein Mistvieh sein!

 

Zum Glück war der Gaskopf nie länger als ein paar Minuten verschwunden. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie furchtbar das sein muss, wenn ein Hund erst mehrere Stunden später wieder auftaucht.

 

Muss der Gaskopf jetzt für immer an der Leine bleiben? Das macht doch keinen Spaß! Wieso habe ich einen Hund, wenn der nicht frei laufen darf?

 

Das Jagen von Hunden ist eines der häufigsten Probleme von Hundehaltern.  Dein Hund geht wirklich nicht jagen? Nichts und Niemanden? Weder Katzen, Rehe und Hasen noch Jogger und Radfahrer? Nun, dann fall auf die Knie und danke deinem Gott! Den Besitzern von jagenden Hunden möchte ich meine Erfahrungen aus zwei Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix weitergeben.  Vielleicht hilft es ja jemandem. Und wenn es nur Trost spendet. Ist ja auch schon was.

 

Das Buch „Antijagdtraining-Wie man Hunde vom Jagen abhält.“ Von Pia Gröning und Ariane Ullrich ist sehr zu empfehlen. Eine gute Hundeschule auch. Wir haben eine Hundeschulen-Dauerabo.

 

Mit dem Gaskopf kann ich mittlerweile ohne Leine durch den Wald laufen - ohne dass sie abhaut.  Ich bin kein Hundeexperte und Beata ist keine Maschine. Wir scheitern immer wieder mal grandios. Das gehört dazu.

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Kommentare

Miri 04/19/2013 11:34

Leider habe auch ich schon mehrfach das Problem gehabt das meine Hündin einfach verschwunden war und wohl einem Wildtier hinterher gejagt ist. Ab dem moment ist sie so fixiert das sie einfach nicht
hören will! :( Zum Glück kam sie immer wieder zurück und hat wohl auch nichts gefangen!

Über Diesen Blog

  • : Blog von gaskopfalarm
  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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  • gaskopfalarm
  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
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