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22. August 2012 3 22 /08 /August /2012 14:38

 

Die ultimative Todfeindin unseres Gaskopfes wohnt ja ganz in unserer Nähe. Diese schwarze Nachbarshündin wird fast täglich an unserem Haus vorbei zum Gassi geführt. Das ist jedes Mal beim Gaskopf der Anlass für einen Großalarm mit anschließender Atomexplosion. Riesiges Getöse eben.

 

Besonders wenn dieses Nachbarshündinvieh sich erdreistet an unserem Haus vorbeizulaufen, während sich unsere Madame gerade auf dem Balkon fläzen will, löst das immer einen Orkan der Empörung aus. Jeder andere Hund der vorbeiläuft ist dem Gaskopf egal. Manchmal wird interessiert geguckt, meistens jedoch hebt sie lustlos den Kopf um sich gleich wieder auf die Seite fallen zu lassen.

 

Läuft die schwarze Nachbarshündin an unserem Haus vorbei, sträubt sich Beatas Nackenfell zur Rundumbürste. Ihre Nase zieht sie vollständig kraus, die Zähne werden gebleckt und aus den Tiefen der Gaskopfseele ertönt kein Bellen, sondern ein tiefes, böses Grollen, das sehr dem dunklen Knurren eines Wolfes ähnelt.

 

„Boaaaaaaa! Ich bring dich um!“ brüllt es vom Balkon herunter. Alle Versuche etwas Ruhe in die Situation zu bringen sind bisher gescheitert. Schimpfen hilft nicht, Abbruchsignal interessiert nicht und Beruhigungsversuche sind komplett falsch. Das bedeutet nämlich für Gaskopfohren: „Brav, sehr schön brüllst du“

 

Mich nervt das Balkongetöse schon lange. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt den tobenden Gaskopf einfach am Halsband zu nehmen und ins Wohnzimmer zu bringen. Mein Kommentar dazu: „Ach, Scheiß drauf“.

 

Heute verlief die Sache etwas anders. Der Gaskopf hatte anscheinend schon die Vorahnung, dass ihre Todfeindin das Freie betreten hat, trabt auf den Balkon und fängt an zu brummen. Auf mein Kommentar: „Ach bitte!, Scheiß drauf!“ dreht sie sich zu mir um und kommt ins Wohnzimmer Gut. Dieses Verhalten ist schon mal ein Leckerli wert.

 

Ein paar Minuten später steht der Gaskopf unter Strom. Ihre Sichelrute ist fast bis zum Kreis gerollt, der Gaskopf vibriert während sie in Angriffshaltung auf den Balkon schreitet und die Nackenfell-Rundumbürste baut sich auf. Die Nachbarin fährt mit Fahrrad und ihrem Köter an der Flexileine an unserem Haus vorbei. Ich weiß was gleich kommen muss. Kawumm. Atompilz. Der Gaskopf flippt aus. Balkongetöse.

 

Mein Kommentar dazu: „Ach, Beata, scheiß drauf. Die dumme Nuss ist ja so was von unwichtig. Scheiß einfach drauf. “. Der Gaskopf brummt zwar leise, lässt aber ihre Nackenhaare langsam wieder herunterklappen, während sie noch mit Argusaugen der Nachbarin hinterblickt.  Sehr schön. Das ist Nudeln mit Sahnesoße wert.

 

Vielleicht lässt der Gaskopf das Balkongetöse doch mal ganz bleiben. Vielleicht könnte man das zufällig neu aufgebaute Kommando: „Scheiß drauf“ auch in anderen Situationen anwenden.

 

Und wenn nicht? Na ja. Dann ist es auch egal.

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Published by gaskopfalarm - in Gaskopf
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  • : Blog von gaskopfalarm
  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
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