Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
15. November 2012 4 15 /11 /November /2012 09:24

Immer wieder mal kommt das zufällig aufgebaute Kommando "Scheiß drauf!" bei uns zur Anwendung. Wir ernten dann komische Blicke von den Menschen und ihren Hunden. Aber das Kommando entspannt kritische Situationen und lässt Leinengetöse sehr plötzlich abflauen. Von meiner Seite würde ich auch "Butterbrezel" oder "Rosinenbrötchen" rufen. Hauptsache die Randale hört auf.

 

 

Wir waren letzte Woche im Nachbardorf unterwegs. Genauer gesagt, hatten wir die große Waldrunde beendet und liefen gerade zurück zum Auto. Auf der rechten Straßenseite steht eine Thujahecke und direkt an der Ecke, in der Seitenstraße sehe ich einen Mann stehen, der eine Flexileine in der Hand hält. Der dazugehörige Hund wird noch von der Hecke verborgen. Wir laufen auf der linken Straßenseite.

 

Beata läuft an der 2m Leine am Geschirr vor mir. Das bedeutet Leinenradale lassen sich von mir nicht so einfach verhindern. Oder wie es heißt: "Am Geschirr läßt sich ein Hund nicht führen." Wir gehen ein Stück weiter und an der Straßenkreuzung bekommen wir den Hund zu sehen. Es ist eine schwarze Hündin, die sich auf unserer Höhe von rechts mit richtig Schmackes und Gebrüll in die Leine wirft. Beata fährt herum und will gerade zum Gegenschlag (Kawumm, Atompilz) ansetzten. Ich rufe die Kommandos: "Beata! Scheiß drauf! Weiter!". Und was macht unsere  Madamme? Sie dreht sich wieder in Laufrichtung, hält die Klappe, würdigt ihre Gegnerin keines Blickes mehr und geht weiter. Ich bin äußerst erstaunt.

 

Das sind die schwarze Hündin und ihr Herrchen auch. Der Mann blickt uns völlig verdutzt mit offenem Mund nach. Klar, "Scheiß drauf" ist doch etwas ungewöhnlich als Kommando. Die Hündin motzt noch etwas hinterher ("Hey! Bleib stehn! Ich bin mit dir noch nicht fertig!") und glotzt dann genauso überrascht. Ich bin richtig stolz auf unsere Maus. Sie hat sich nicht provozieren lassen.

 

 

Heute Morgen. Wir sind schon fast am Ende der Frührunde und biegen rechts wieder auf unsere Straße ein. Der Nachbar ist auch auf der Morgenrunde unterwegs. Mit seinem Golden Retriever Rüden und der ekelhaften Fußhupe (Hündin) seiner Freundin. Das ist übrigens die Töle, die Beata schon im Maul hatte. ( Was ist die Steigerung von Mut? Leichtsinn oder Dummheit? ) Der Golden freut sich und will spielen, die Fußhupe kläfft und will angreifen. Beata legt los. ("Boa, wenn ich dich nochmal erwische setzt es was!") Auf die Kommandos "Scheiß drauf!, Weiter!" hört sie mit dem Gebrüll auf, mault zwar leise noch vor sich hin, geht aber ohne Terz an der lockeren Leine weiter. Sehr, sehr braver Hund. Vor allem weil von links die Fußhupe weiter kläfft und knurrt. Und weil man am Geschirr einen Hund eben nur festhalten und nicht "führen" kann. Da muss der Gaskopf selbsttätig vernünftig sein.

 

Diesen Post teilen

Repost 0
Published by gaskopfalarm - in Gaskopf
Kommentiere diesen Post

Kommentare

Über Diesen Blog

  • : Blog von gaskopfalarm
  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
  • Kontakt

Profil

  • gaskopfalarm
  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,