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29. Mai 2012 2 29 /05 /Mai /2012 05:01

Da fällt mir eine kleine Geschichte ein. Das ist schon etwas länger her. Wir hatten unseren Gaskopf erst ein paar Wochen und Spazierengehen war furchtbar. Vor allem weil sie alles jagen wollte was sich bewegte. In einem Buch habe ich diesen Tipp gelesen:

 

Wenn ein Halter zu unkontrollierten Wutausbrüchen neigt soll er sich doch einen Stoffhund kaufen. Den kann man bei Bedarf gegen die Bäume im Wald hauen. Der Hundehalter reagiert sich ab und gefährdet nicht das Vertrauensverhältnis zum Hund.

 

Da stand ich an einem schönen Sommertag mitten im Wald. Alleine. Der Gaskopf war nämlich wieder mal abgehauen. Mit Schleppleine. Diese blöden Nylon-Dinger verhaken sich überall und immer. Nur dann nicht, wenn der Hund einem Reh hinterher rennt, Dann gehen sie glatt durch jede Hecke.

 

Alleine und verlassen stand ich im Wald. Die Sonne schien, die Vögelchen zwitscherten und in mir kochte die Wut hoch. „So eine scheiß Töle!“ Einen Stoffhund hatte ich dabei. Den habe ich vielleicht verhauen! Und gegen die Bäume gehauen! Und geschrieen! „Was für ein blöder Köter!“  Dann habe ich den Stoffhund auf den Boden geworfen und bin darauf herum gesprungen. So ein Anfall dauert natürlich einige Minuten. Und während ich auf dem Stoffhund schimpfend herumhüpfe bemerke ich hinter mir einen Schatten.

 

Da saß der Gaskopf. Sie schaute mir anscheinend schon länger zu. Sie legte den Kopf schief und guckte mich fragend an. „Alles in Ordnung, Frauchen?“ Ein plötzlich auftauchender Spaziergänger wäre für mich genauso peinlich gewesen. Nun, ich habe mich doch sehr geschämt. Vor einem Hund. Den Stoffhund habe ich kommentarlos aufgehoben und später weggeworfen.

 

Was lernen wir daraus? Wutanfälle sind sogar vor Hunden peinlich und wirklich hilfreich sind sie auch nicht.

 

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Published by gaskopfalarm - in Gaskopf
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Über Diesen Blog

  • : Blog von gaskopfalarm
  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
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