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25. Februar 2012 6 25 /02 /Februar /2012 21:03

Stubenrein war unsere Hündin sofort. Was für ein Glück! Ein Problem weniger.

 

Nach Auskunft des Tierheims hätte unser Gaskopf angeblich sofort 6 Std. alleine zu Hause bleiben können.  Jedenfalls hat mein Freund das behauptet. Vermutlich hatte die Tierheimleiterin gemeint, der Hund soll nicht länger als 6Std am Tag alleine sein. Davon, ob sie das auch kann, war sicher nie die Rede. Aber manchmal hört der Herr einfach nicht genau zu.  

Was macht man, wenn man keine Ahnung hat? Man kauft sich ein schlaues Buch. Jedenfalls mach ich es so. Da ich immer noch der Meinung war, ich hätte nix weiter mit dem Hund zu tun, war es ein kleines Buch für ca. 5 EUR.

In diesem Büchlein stand, Tierheimhunde soll man den ersten Tag im neuen Zuhause nicht alleine lassen. Gut. Machen wir. Wir haben ja jetzt beide erstmal zwei Wochen Urlaub.  Dann kann man langsam anfangen den Hund ans Alleinsein zu gewöhnen. Wie genau man das macht, stand in dem kleinen Buch  nicht drin.

Na ja, nicht mein Hund- nicht mein Problem, dachte ich mir. 

Gaskopf klebte die ersten Tage mir oder meinem Freund ständig am Hintern.  Mit der Zeit nervt es gewaltig, keinen Schritt durch die Wohnung alleine machen zu können. Richtig doof wird die Geschichte, wenn man mal auf Toilette muss. Kann ja nicht so problematisch sein, dachte ich mir.  Aufs Klo und der Hund wartet vor der Tür. Aber sicher nicht still! Sofort fängt ein leises, klagendes Gewinsel an. Ich hasse es, wenn ich auf dem stillen Örtchen keine Ruhe habe! 

Wenn mein Freund nicht da ist, schließ ich die Toilettentür nicht unbedingt ab. Wieso auch? Ist ja niemand da. Doch. Jetzt schon. Der Gaskopf.

Mein Freund ist nicht da, ich muss aufs Klo. In die Toilette gehen, Tür zu, Gewinsel fängt an. Ein genervtes: „Oh, Mann!“ kann ich mir nicht verkneifen. Nach einer Weile hört das Gewinsel auf und ich kann mich endlich meinen Geschäften widmen. Ein lautes KLACK unterbricht aber meine Meditation. Ich schaue auf und blicke in die braunen Augen  des Hundes. Mit ihrer Nase und Schulter schubst sie die Toilettentür noch endgültig auf. OK. Nicht schön. Gaskopf setzt sich in den Türrahmen, legt den Kopf leicht schief und schaut mich fragend an: „Frauchen, was machst du da?“ Ja, was mach ich da wohl?  Ich sitze auf der Schüssel und kriege die Türe von dort aus nicht wieder zu. Die Toilettentür geht zum Gang hin auf. Der Hund schafft es doch tatsächlich, Türen zu sich hin aufzumachen! Ich glaub es nicht!

Was lerne ich daraus?

1. Klotür immer zusperren, weil Gaskopf Türen aufmachen kann und das in jede Richtung

2. Das Problem Alleinbleiben muss dringender behoben werden als ich dachte und verlassen möchte ich mich auf meinen Freund dabei nicht. Sein Lieblingsspruch bei Problemen ist: „Das wird sich wohl regeln“

Am selben Tag bin ich noch in den Buchhandel und habe das Hundeerziehungsbuch eines TV-Hundetrainers gekauft. Einen Sprachkurs für „Hund“ gleich dazu. Zusammen für ca. 50 EUR

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Published by gaskopfalarm - in Gaskopf
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Über Diesen Blog

  • : Blog von gaskopfalarm
  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
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