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6. März 2012 2 06 /03 /März /2012 23:06

Eine Bürde für den Hundehalter. Eine Gefahr für Mäuse, Enten, Hühner, Katzen, Automarder, Füchse, Rehe, Schafe, Hasen, Jogger und Radfahrer. Ein rotes Tuch für Jäger und Förster. In der zivilisierten Welt-ein riesiges Problem! Bei uns in der Pampa – ein noch größeres Problem!

Hier kann man vom Balkon aus als Hund schon mal abchecken, was denn heute wohl Jagbares unterwegs ist. Gaskopf steht auf dem Balkon und der Wind trägt ihr wichtige Informationen zu. Nase in die Luft und schon hängt sie am Datenstrom: „Ah! Nachbarkatze dreht ihre Runde. Mmm, Rehlein, Jahrgang 2011, 150 m entfernt. Oh!, Nachbars Hoppelhäschen sind im Garten. Ein Hauch von Feldhase liegt auch noch  in der Luft. Na dann Frauchen, gehen wir mal Spazieren!“

Na ja, Jogger und Radfahrer kennt der Gaskopf. Die lässt sie in Ruhe. An Rehe traut sie sich nicht ran, die sind ihr zu groß. Hinterher rennt sie trotzdem! Füchse, Katzen und Marder sind wehrhaft. Erschrecken macht trotzdem Spaß. Aber sonst?

 

Manche Leute glauben wirklich ihr Hund würde niemals einem anderen Lebewesen etwas zuleide tun. Das glauben diese netten Leute auch noch, wenn sie ihrem Nachbarn schon zwei Hühner bezahlt haben. Dieser Illusion habe ich mich nie hingegeben.

 

Aus dem Internet: „Der Körper des Hundes schüttet bei der Jagd Endorphine aus. Hat der Hund einmal die Erfahrung gemacht, will er sie immer wieder machen.“

Toll, Gaskopf ist ein Drogenjunkie! Wie in aller Welt setzt man einen Hund auf Entzug?

 

Also, Gaskopf bleibt an der Leine. Das macht doch keinen Spaß! Wieso haben wir einen Hund, wenn man den nicht laufen lassen kann? Ich kaufe mir wieder ein schlaues Buch. Immer wieder. Irgendwie bringt keines den Durchbruch. Mittlerweile habe ich 12Stück schlaue Hundebücher von schlauen Hundemenschen im Regal.  Eigentlich gibt’s hier keine Tipps. Nur soviel: „Antijagdtraining“ von Ullrich/Gröning.

Dieses Buch zu lesen war so, als hätte mir ein Arzt endlich die richtige Medizin verschrieben: „Ich spür´s, es wirkt! Zwei, drei Pillen noch und ich bin die Schmerzen endlich los!“

 

Ein jagender Hund ist nur leider wie eine chronische Krankheit. Die Symptome tauchen immer wieder auf.

 

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Published by gaskopfalarm - in Gaskopf
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Über Diesen Blog

  • : Blog von gaskopfalarm
  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
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