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18. Mai 2012 5 18 /05 /Mai /2012 10:29

 

Nun. Wie soll ich es sagen? Abgehauen ist der Gaskopf nicht wirklich. Sie hat sich aber doch etwas selbständig gemacht. Oder wie ich mal gelesen habe: Das dünne Band der Kommunikation zwischen Hund und Frauchen ist gerissen. Eigentlich bin ich selbst schuld. Das ganze Antijagdtraining lief in letzter Zeit so gut, dass ich einfach unvorsichtig geworden bin.

 

Wir waren in der Nähe einer Schonung unterwegs. Kleine Bäumchen, hohes Gras und Hoppelhäschen. Die sieht man aber nicht. Ich hätte aber wissen können, dass sie da sind. Der Gaskopf sprang ganz fröhlich durch das Gras, zwischen den Bäumchen den Mäuschen hinterher. Sie hat soviel Spaß, dachte ich mir, lass sie mal machen. Mäuse erwischt sie sowieso nicht.

 

Und der Gaskopf sprang weiter, mit allen vieren wie eine Ziege und an meinem sonnigen Horizont tauchten die ersten dunklen Wolken auf. Na? Wo will den der Gaskopf hin? Na! Bleibst du da! Und dann war sie auch schon weg. Rufen hilft ab einer Entfernung von 50m einfach nichts mehr. Frauchen war wieder mal zu langsam. Der Gaskopf war aber nicht wirklich weg. Immer wieder habe ich den Hundehintern in der Schonung hoppeln sehen. Und den Schatten eines Hasen. Verdammt!

 

Es endete damit, dass ich rufend mit hochrotem Zornkopf in der Schonung stand und an mir ein Hase vorbeihoppelte. Der war nicht mal in Panik. Er hat halt relativ ruhig die Gefahrenzone verlassen. Nun, dann müsste ja mein Hund auch gleich vorbeikommen. Kam sie auch. Wie eine Gazelle hüpfend mit dem glücklichen Lächeln eines Endorphin-Junkies im Hundegesicht. Nun, was macht man da? Blitzschnell dem Hund in den Weg springen und Anschiss verteilen.

 

Da hatte ich es wieder. Bei mir schießen die Stresshormone in die Höhe und der Gaskopf hat seine Drogendosis. Ganz toll! Eigentlich soll so ein Spaziergang ja entspannend sein.

 

Jetzt könnte wieder die Internet-Inquisition ihre Arbeit beginnen. Ja, ich weiß, es ist Schonzeit. Ja, ich weiß, der Hund darf nicht ohne Leine laufen. Ich weiß aber auch, dass der Gaskopf keinen Rehen mehr nachläuft. Rehkitze bewegen sich nicht und riechen nach nichts. Hoppelhäschenbabys auch nicht. Sie sind also absolut außer Gefahr.  Außerdem bin ich seit Monaten keinem Jäger mehr begegnet.

 

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5. Mai 2012 6 05 /05 /Mai /2012 21:29

 

Natürlich spricht der Hund nicht wirklich. Aber sie gibt seltsame Geräusche von sich. Als Nicht-Hundehalter dachte ich immer Hunde können nur Bellen und Knurren. Vielleicht mal Jaulen oder Winseln.

 

Gaskopf kann aber noch viel Mehr. Es hört sich an, als ob ein Mensch einen Hund nachahmt. Oder ahmt da ein Hund einen Menschen nach?

 

Ein gesprochenen „WWAUUU!“ wenn sie Aufmerksamkeit will.

 

"HUHUU!" Für Begrüßung bei bekannten Menschen.

Beim Spielen mit anderen Hunden sagt sie "OOCCHHHH!". Und „Määm“ sagt sie, wenn ihr Dinge nicht passen.

 

Heute früh bin ich ihr aus Versehen barfuß aufs Ohr getappt. Einen schwarzen Hund im dunklen Schlafzimmer zu erkennen ist eben schwierig. Erst war da ein kurzes Aufquietschen und dann kam sofort ein „WÄÄM MÄMM MÄÄM“ und danach ein kurzes Brummeln.

 

Es hörte sich an wie: "Oh Mann! Du doofe Nuss! Pass doch auch wo du hintrittst!"

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4. Mai 2012 5 04 /05 /Mai /2012 22:36

Ich könnte kein richtiger Hundetrainer sein. Mir würden Scharenweise die Kunden davonlaufen. Ich müsste irgendwann zwangsweise den Leuten ungefiltert meine Meinung an den Kopf knallen.

 

Wir waren heute wieder zu Besuch in der Hundeschule. Nur mal vorbeischauen und unseren Gaskopf mit anderen Hunden spielen lassen. Ein bisschen zusätzlicher Hundekontakt. Einfach ganz locker. Seit wir das machen wird die alte Zicke immer verträglicher und umgänglicher.

 

Was ich  heute miterlebt habe, fand ich unglaublich. Da gibt es in einer Gruppe eine junge Frau mit ihrer französischen Bulldogge. Nun, meine Bezeichnung für solche Damen lautet: „parfümierte Puderquaste“. Dieses aufgetakelte Modepüppchen hat sich nur über ihren Hund beschwert. Frei nach dem Motto: Der kann nix, der hört nicht, der ist zu lebhaft, der ist zu anstrengend. Überhaupt mag sie nicht mehr, sie weiß nicht mehr was sie machen soll und sie gibt ihn jetzt bald ab. Vielleicht ist ja ein anderer Hund weniger lebhaft.

 

Wie bitte?!! Der eine Köter funktioniert nicht also weg damit und neuer Hund her? Unsere Trainerin ist unglaublich geduldig. In dem darauf folgenden, sehr ruhigen Gespräch stellt sich dann noch raus, dass die Besitzerin nicht wirklich viel mit ihrem Hundchen mach. So früh Morgens ein bisschen raus und abends nach der Arbeit ein bisschen spazieren gehen. Einmal die Woche Hundeschule, das wird ja dann wohl reichen.

 

Und da wundert sie sich? Wie wär´s mal mit üben? Wie wär´s mal mit Hund beschäftigen? Sich einen Hund auszusuchen und zu kaufen wie eine Handtasche ist eben Blödsinn. Ein Lebewesen wie einen Wegwerfartikel zu behandeln find ich unmöglich.

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1. Mai 2012 2 01 /05 /Mai /2012 21:39

Wir gucken TV. Prominente Hundemenschen rufen einen bekannten Trainier zu Hilfe, weil die Hunde der Promis genauso viel Scheiß machen wie unser Gaskopf. Nein, eigentlich ist unsere Hündin schon über das Meiste hinweg.

 

Ein Hund hat angeblich knackiges Jagdverhalten. Dabei springt er bloß in einer Wiese ein paar Mäusen nach. Die sollten mal Gaskopf erleben, damit sie wissen, was wirklich knackiges Jagdverhalten ist.  

 

Die Leute trainieren auch gar nicht viel. Jedenfalls nach unseren Maßstäben nicht. Oder sieht man im Fernsehen das Meiste gar nicht? Eine Dame soll ein bischen Futterbeutel schmeißen. Das kann unser Gaskopf schon alles. Wieso ist der Gaskopf dann nicht brav? Wieso kann unser Hund nicht beim Pferd mitlaufen?

 

Ein Doktor hat so eine tolle Hündin. Er nennt sie aber immer DER HUND. Das allein finde ich schon seltsam. Dass man mit null Training auch nix erreicht hat man ja heute gemerkt.

 

Der Terrier einer Schauspielerin hetzt Joggern hinterher. Die Erklärung der Dame: „Der will nur mal „Hallo!“ sagen und gestreichelt werden.“ Ja, natürlich,  ist klar!

 

Der Gaskopf hetzt auch nur deswegen Feldhasen hinterher, weil sie nur mal „Hallo!“ sagen will. Sie möchte dem Häschen nur das Köpfchen streicheln und ein Bussi aufs Bauchi geben.

 

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24. April 2012 2 24 /04 /April /2012 21:37

 

 

 

Die neue Methode der Selbstgeißelung scheint wirklich zu funktionieren. Allerdings muss ich mir das Teil wirklich auf den Rücken hauen, sonst klappt es nicht.

 

 

 

Wir sind Feldhasen begegnet. Ich rufe „Nein!“ und „Sitz!“. Das Nachwerfdings habe ich dann nur nachgeworfen, ohne es mir auf den Buckel zu hauen und Gaskopf ist weiter durchgestartet. Daraufhin bin ich ihr wild schimpfend durch ein Gestrüpp hinterher gesprungen. Gaskopf setzte sich dann doch noch hin, weil sie sich dachte Frauchen ist jetzt komplett irre. Die alten Disteln vom letzten Jahr hatte ich in den Socken hängen.

 

Mäßiges Ergebnis.

 

 

 

Dann hatten wir eine heikle Hundebegegnung. Plötzlich taucht eine schwarze Hündin ohne Leine vor uns auf und die zwei Zicken haben sich sofort fixiert. Das hätte mit Sicherheit eine Schlägerei gegeben. Gaskopf wollte durchstarten, wieder „Nein!“ und „Sitz“. Das Nachwerfdings habe ich mir wieder auf den Rücken gehauen, der Gaskopf setzt sich sofort hin und ich kann sie anleinen.

 

Sehr schön.

 

 

 

 

 

Das ganze System scheint wirklich auf Selbstgeißelung zu beruhen. Ich konnte sie die letzte Woche vor Feldhasen, Krähen, Rehen und einer Katze stoppen. Nur mit Kommando und damit, mich selbst zu hauen. Zum Glück hatte ich keine Zuschauer.  Die würden mich für verrückt halten.  Allerdings waren die Hasen nur auf den Wegen unterwegs und auch sofort wieder im Unterholz verschwunden.

 

 

 

 

 

Die wirklich große Prüfung steht also noch aus. Den Gaskopf vor einem Feldhasen zu stoppen, der über eine Wiese davonrennt gehört zur Hohen Schule. Ob das funktioniert bezweifle ich noch.

 

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19. April 2012 4 19 /04 /April /2012 20:18

 

Nun, wie soll ich das sagen? Das funktioniert nicht. Ich würde den Gaskopf so gerne beim Reiten neben dem Pferd herlaufen lassen. Das Tempo dafür hat sie und eine klasse Auslastung wäre es auch. Aber da machen mir beide einen Strich durch die Rechnung. Konzentriere ich mich voll auf das Pferd, haut Gaskopf ab. Konzentriere ich mich auf den Hund, fängt der Gaul an zu spinnen. Sich auf beide Chaoten gleichzeitig zu konzentrieren ist unmöglich. Also ist Ausreiten mit Hund gestrichen.

 

Arbeite ich im Stall, muss ich Gaskopf anbinden. Passt Frauchen nicht genau auf, geht der Hund nämlich stiften. Mit Vorliebe zum Nachbarn. Erst die Katzen jagen, dann Katzenfutter klauen und dann auf dem Misthaufen buddeln. Bei diesen Nachbarn musste ich mich schon mehrmals entschuldigen.

 

Heute hatte ich Reitstunde. Pferd anbinden, dann Hund in sicherer Entfernung aber in Sichtweite anbinden und dann beginnt der Tanz. Streichle ich den Hund, meckert das Pferd. Streichle ich das Pferd, meckert Gaskopf. Bekommt der Hund ein Leckerli, bettelt der Gaul. Bekommt der Gaul zu fressen, bettelt der Hund. Wenn ich anfange das Pferd zu putzen, mault der Gaskopf und weil der Gaskopf mault, scharrt das Pferd mit den Hufen und tänzelt rum. Es dauert eine Weile bis beide endlich Ruhe geben. Was für ein Chaos!

 

Zum Glück mag die Reitlehrerin den Gaskopf. Sie hält während der Reitstunde unsere Hündin an der Leine fest. Das heißt aber nicht dass Ruhe wäre. Hinter der Reitlehrerin werden aus Protest Löcher gebuddelt. In regelmäßigen Abständen beschwert sich der Gaskopf mit ihrem berühmten Bellheulen. Steige ich vom Pferd ab, werde ich erstmal mit Wucht angesprungen. Ja, Frauchen war ja sooo lange und sooo weit weg!

 

Was sich der Hund wohl denkt? Leidet sie an Kontrollverlust? Denkt sie sie müsste mich retten? Was die zwei Viecher wohl voneinander halten? Sind sie eifersüchtig aufeinander? Keine Ahnung. Hoffentlich gewöhnen sich die zwei Chaoten mal aneinander

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18. April 2012 3 18 /04 /April /2012 20:48

Da lieg ich heute im Bett und schlafe. Ich hatte Nachtschicht. Das bedeutet ich bin frühestens um 7 Uhr im Bett und möchte dann auch möglichst lange dort bleiben. Der Hund war draußen, die Klingel ist aus, das Handy lautlos und die Nachbarskinder sind friedlich. Mein Freund ist in der Arbeit. Also auch kein Türenschlagen und Tassenscheppern. Absoluter Frieden.

 

Gefühlte zwei  Minuten nach dem Einschlafen hör ich schon den Hund ins Schlafzimmer traben.  Man kann sich nicht vorstellen, wie laut ein Hund sein kann ohne zu Bellen! Deutliches Aufstapfen, fast trampeln mit den Pfoten, dann schüttelt sich der Gaskopf und klappert mit dabei mit dem Halsband und danach folgt ein seltsames Heulen. Eine Mischung zwischen Bellen und Jaulen. Es hört sich an, wie ein von Menschen gesprochenes „WWAUUUUU!. Ich mache die Augen auf, der Gaskopf steht schon neben dem Bett und schleckt mir durchs Gesicht. BÄÄ! Jetzt bin ich spätestens wach. Ein Blick auf den Wecker. 11.30 Uhr.

 

Mein innerer Schweinehund sagt: „Bleib bloß liegen!“ Ich sage: „Du musst jetzt noch nicht raus.“ Der echte Hund sagt : „Wenn du jetzt nicht aufstehst, kack ich dir vor das Bett!“

Schlagendes Argument. Also raus aus dem Bett, rein in die Klamotten und noch vor dem ersten Kaffee auf zur kurzen Gassirunde. Madame hatte es ja so wichtig.

 

Dann wird sich erstmal gewälzt, Spuren gelesen, Nachbars Katze erschreckt, sich noch mal gewälzt, gelangweilt weitergetrottet.  Geschäfte jeglicher Art werden nicht verrichtet. Na toll.

 

Da äußert mein innerer Schweinehund einen leisen Verdacht. Der Gaskopf hatte wohl von der Balkontür aus ihren Hundefreund gesehen und wollte deswegen dringend raus.

Als ich sie fragend angucke, schaut sie unbeteiligt zurück. Fast sehe ich ein Schulterzucken. Der Verdacht ist wohl richtig. Aber für kein Tier der Welt wird soviel getan wie für die Katz. Also nach Hause.

 

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16. April 2012 1 16 /04 /April /2012 20:55

 

Oder: Die neue Selbstgeißelungs-Methode! Die Neuheit in der Hundeerziehung!

 

Von der Hundetrainerin kam der Vorschlag dem Gaskopf die Leine nachzuwerfen, wenn sie wieder durchstartet. Weil der Gaskopf eben schon alles kann und weiß. Nur Bock auf mich zu hören hat sie nicht. Bis die Leine aber verknotet ist, dauert es zu lange. Also haben wir das Nachwerfdings gebastelt. Es besteht aus zwei alten Hundehalsbändern aus schwerem Leder um die eine alte Leine geschlungen ist. Somit hat es eine Schlaufe zum werfen, liegt gut in der Hand und hat gute Flugeigenschaften.

 

Ich kann nur nicht Werfen. Ich konnte es schon im Schulsport nicht. Beim  Gaskopf einen Volltreffer zu landen wäre also pures Glück. Einmal hab ich es bisher geschafft ihr das Ding direkt vor die Füße zu werfen und Gaskopf war doch beeindruckt.

 

Heute hatte ich einfach die Schnauze voll vom Schleppleinentraining und dachte mir: "Was soll´s? Dann gehen wir eben ohne Leine! Scheiß drauf!" Wir sind losmarschiert und treffen auch gleich auf die erste Gruppe Rehe. Die stehen zu fünft auf einem Feld und fressen. Gaskopf fixiert sie und spannt sich an. Normalerweise soll sie mir alles Jagbare mit „Sitz“ anzeigen. Das weiß sie, kann sie und macht es auch. Heute macht sie es aber nicht. Sie will durchstarten, weil sie sich denkt: „Scheiß auf Frauchen! Her mit den Glückshormonen!“

 

Ich gebe schnell die Kommandos „NEIN!“ und „SITZ!“. Während der Gaskopf die ersten Sprung Richtung Bambis mach, hole ich mit Schwung aus, weil ich ihr das Nachwerfdings mit richtig Wucht hinterher werfen will und haue mir das Teil selbst mit Schmackes auf den Rücken. Zum Werfen komme ich nicht mehr. Der Gaskopf sitzt nämlich schon und guckt mich entsetzt an.  Rückruf funktioniert! Ich glaub es nicht! Das hat sie wirklich noch nie gemacht!

 

Wahrscheinlich denkt sich der Gaskopf: „Au weh! Wenn sich Frauchen das Ding selbst auf den Rücken haut, muss es wirklich ernst sein!“  Oder ist es das Geräusch? Keine Ahnung. Die Bewegung kann es fast nicht sein. Ein normaler Wurf ganz grob in ihre Richtung hat sie jedenfalls noch nie interessiert. Getroffen hab ich sie auch noch nie.

 

Ein Feldhase saust wenig später etwa 50m vor uns über den Feldweg. Selbes Spiel. „Nein!“ und  „Sitz!“ als Kommando, Gaskopf startet durch, mit Nachwerfdings ausholen, sich das Teil unabsichtlich selber auf den Rücken hauen, Gaskopf sitzt und guckt mich verdattert an. Ich musste wieder nicht werfen. Es ist unglaublich. Wir konnten sogar später noch an einer weiteren Gruppe Rehe vorbeilaufen. Ohne Probleme!

 

Nun, natürlich muss sich erstmal zeigen ob das Ganze denn von Dauer ist. Aber Selbstgeißelung für die Hundeerziehung zu nutzen, das muss einem erstmal einfallen.

 

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15. April 2012 7 15 /04 /April /2012 11:09

Das ist verbreiteter als man meinen könnte. Und zwar genau bei den Leuten, die jeden Tag gerne mit Pferden umgehen. Selten würde es ein Reiter zugeben. Aber in Foren  ist ein solcher Thread immer äußerst beliebt. Klar, anonym postet sich die Wahrheit leichter.

 

Mit meiner Dicken hatte ich nie Probleme. Auch nach einem blöden Unfall, bei dem ich mich plötzlich unter meiner Häfi-Stute liegen fand hatte ich keine Probleme. Zu diesem Pferdchen bestand ein Urvertrauen und die Dicke war bei Gott auch nicht einfach. Nachdem meine Alte starb durfte ich den Rappen des Stallchefs reiten. Ein tolles, ehemaliges Dressurpferd. Eine Züchtung aus englischem Vollblut und Trakehner. Ein Pferdchen, das zwar nicht fies reagiert aber bei jedem Fehler des Reiters in Tränen ausbricht.

 

Der Wallach regt sich über alles mögliche furchtbar auf. Der äußere Schenkel liegt nicht korrekt und das Gewicht wurde falsch verlagert. Oh mein Gott! Weltuntergang! Dabei wird er sehr beeindrucken und man sitzt bald so gemütlich wie auf einer Sprengfalle. Wie wird das Ding wohl ausgelöst? Aus dem Sattel geworfen hat mich Bubi bis jetzt nie aber losgelassen und entspannt ist was Anderes.

 

Der Tod von der Dicken, Ankunft des Gaskopfes und die Entwicklung meiner Angst vor diesem Pferd fiel alles in den gleichen Zeitraum. Mittlerweile schaffe ich es schon manchmal entspannt und losgelassen ins Gelände. Manchmal auch nicht. Gaskopf und Bubi sind sich im Charakter sehr ähnlich. Beide haben schnelle Reaktionen, sind sehr sensibel, beobachten ihre Umgebung sehr genau und verursachen bei mir regelmäßig Stress.

 

Seit über 2 Jahren arbeite ich an diesen Problemen. Meine Problemlösungsstrategien sind für beide auch gleich. Bücher kaufen, Lehrer buchen und üben, üben, üben… Bei beiden scheint die Lösung auch so nah. Aber Rückschläge gibt’s immer wieder. Gestern war Hundeschule. Heute geht’s in die Reitschule.

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14. April 2012 6 14 /04 /April /2012 21:41

Wir waren heute wieder in der Hundeschule. Die Reste der Welpengruppe haben wir noch getroffen. Die sind ja alle so süß! Die muss man einfach knuddeln! Gut dass ich heute den Besitzer von dem besonders großen, flauschigen Welpen gefragt habe. Das mach ich sonst nicht. Ich weiß, dass ist nicht besonders höflich aber ich kann einfach nicht anders als Welpen knuddeln.

 

„Nein!!!“, war die Antwort, das wäre nicht gut. Die Trainerin kennt mich und hat sich sofort dazwischen geworfen. Der flauschige Scheißkerl von Welpe beißt nämlich im Alter von knapp  4 Monaten schon herzhaft Menschen. Und das mit voller Absicht. Wie gibt’s das denn? Das ist mir völlig unbegreiflich.

 

Dieser kleine Profikiller ist ein Mix aus Leonberger und Owtscharka.  Ganz toll! Eine Maxi-Sonderausgabe eines Herdenschutzhundes und das in den Händen von völlig ahnungslosen Ersthundebesitzern.

 

Bevor ein Aufschrei durch die Herdenschutzhund-Liebhaber geht: Nein, ich habe nichts gegen solche Hunde. Ich persönlich möchte so einen nur nicht mal geschenkt haben. Sie gehören in erfahrende Hände. Zu Menschen die einen Hund mit Sachverstand und Konsequenz führen können. Das kann ich nicht.

 

Mir passieren Fehler, bei denen der Gaskopf entnervt die Augen verdreht. Oder sie freut sich tierisch, weil sie mich wieder mal austricksen kann. Sie nimmt es aber nicht dauerhaft übel oder übernimmt gleich die Rudelherrschaft. Fremde Personen können auch den Gaskopf streicheln ohne sich in Lebensgefahr zu begeben.

 

 

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  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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  • Hundehalterin wider Willen, kämpfe mich durch die Erziehung eines ehemaligen Straßenhundes, mag den Gaskopf eigendlich sehr, muss mich nur oft wundern oder ärgern,
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