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15. November 2012 4 15 /11 /November /2012 09:24

Immer wieder mal kommt das zufällig aufgebaute Kommando "Scheiß drauf!" bei uns zur Anwendung. Wir ernten dann komische Blicke von den Menschen und ihren Hunden. Aber das Kommando entspannt kritische Situationen und lässt Leinengetöse sehr plötzlich abflauen. Von meiner Seite würde ich auch "Butterbrezel" oder "Rosinenbrötchen" rufen. Hauptsache die Randale hört auf.

 

 

Wir waren letzte Woche im Nachbardorf unterwegs. Genauer gesagt, hatten wir die große Waldrunde beendet und liefen gerade zurück zum Auto. Auf der rechten Straßenseite steht eine Thujahecke und direkt an der Ecke, in der Seitenstraße sehe ich einen Mann stehen, der eine Flexileine in der Hand hält. Der dazugehörige Hund wird noch von der Hecke verborgen. Wir laufen auf der linken Straßenseite.

 

Beata läuft an der 2m Leine am Geschirr vor mir. Das bedeutet Leinenradale lassen sich von mir nicht so einfach verhindern. Oder wie es heißt: "Am Geschirr läßt sich ein Hund nicht führen." Wir gehen ein Stück weiter und an der Straßenkreuzung bekommen wir den Hund zu sehen. Es ist eine schwarze Hündin, die sich auf unserer Höhe von rechts mit richtig Schmackes und Gebrüll in die Leine wirft. Beata fährt herum und will gerade zum Gegenschlag (Kawumm, Atompilz) ansetzten. Ich rufe die Kommandos: "Beata! Scheiß drauf! Weiter!". Und was macht unsere  Madamme? Sie dreht sich wieder in Laufrichtung, hält die Klappe, würdigt ihre Gegnerin keines Blickes mehr und geht weiter. Ich bin äußerst erstaunt.

 

Das sind die schwarze Hündin und ihr Herrchen auch. Der Mann blickt uns völlig verdutzt mit offenem Mund nach. Klar, "Scheiß drauf" ist doch etwas ungewöhnlich als Kommando. Die Hündin motzt noch etwas hinterher ("Hey! Bleib stehn! Ich bin mit dir noch nicht fertig!") und glotzt dann genauso überrascht. Ich bin richtig stolz auf unsere Maus. Sie hat sich nicht provozieren lassen.

 

 

Heute Morgen. Wir sind schon fast am Ende der Frührunde und biegen rechts wieder auf unsere Straße ein. Der Nachbar ist auch auf der Morgenrunde unterwegs. Mit seinem Golden Retriever Rüden und der ekelhaften Fußhupe (Hündin) seiner Freundin. Das ist übrigens die Töle, die Beata schon im Maul hatte. ( Was ist die Steigerung von Mut? Leichtsinn oder Dummheit? ) Der Golden freut sich und will spielen, die Fußhupe kläfft und will angreifen. Beata legt los. ("Boa, wenn ich dich nochmal erwische setzt es was!") Auf die Kommandos "Scheiß drauf!, Weiter!" hört sie mit dem Gebrüll auf, mault zwar leise noch vor sich hin, geht aber ohne Terz an der lockeren Leine weiter. Sehr, sehr braver Hund. Vor allem weil von links die Fußhupe weiter kläfft und knurrt. Und weil man am Geschirr einen Hund eben nur festhalten und nicht "führen" kann. Da muss der Gaskopf selbsttätig vernünftig sein.

 

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9. November 2012 5 09 /11 /November /2012 03:56

Meine Meinung: Das Umstellen der Uhr auf Winterzeit braucht kein Mensch. Diese blöde Zeitumstellung heißt für mich, dass ich jetzt nicht nach der Arbeit noch schnell zu Hause einen Kaffee trinken kann. Ich muss sofort mit dem Hund raus. Es ist aber egal wie sehr ich mich beeile, es wird einfach zu schnell dunkel. Wir müssen in der Dämmerung spazieren gehen.

 

Durch den Wald und  am Waldrand entlang. Ich muss ganz ehrlich sagen, Schwierigkeiten mit einem Jäger hatte ich noch nicht. Normalerweise werden die Damen und Herren doch äußerst ungemütlich, wenn man mit einem unangeleinten Hund direkt unterhalb ihres Jägerstandes vorbeiläuft. Da sitzt der Herr Jäger geduldig stundenlang und wartet auf die Rehe und dann verscheucht ein jagender Hund das Wild. Gerade Huskys haben in dem Punkt nicht unbedingt den besten Ruf.

 

Unser Gaskopf verhält sich aber zur Zeit bei Wildbegegnungen doch relativ gut. Die Rehe bei uns in der Gegend müssen schon seit längerem auf ihr Sprinttraining verzichten. Jedenfalls kann ich nichts gegen die Jäger bei uns sagen. Die grüßen sogar höflich. Vom Jägerstand herunter natürlich nur mit einem Kopfnicken. Anscheinend kennen die uns schon.

 

Der Gaskopf trägt abends ein Leuchthalsband. Damit kann sie nicht unbemerkt Mist bauen. Ich vermute die Madame weiß ganz genau was ich sehen kann und was nicht. Ich trage übrigens auch ein kleines Lämpchen. Für die Jäger. Mit einem Wildschwein möchte ich nämlich nicht verwechselt werden. Außerdem erkennt man dann deutlich, dass bei dem Hund noch ein Mensch dabei ist.

 

Die Sonne geht unter und malt dabei kühle Pastellfarben in den Himmel. Nebel zieht auf und hüllt das Dorf im Tal ein. Der Mond zeigt sich über den Bäumen. Kein Laut ist zu hören. Die Landschaft sieht aus wie ein Gemälde. Eine Gruppe Rehe tritt ruhig aus dem Wald heraus. Es ist eine friedliche Szene. 

 

Aus dem Augenwinkel sehe ich den Gaskopf durchstarten. „Beata! NEIN!! SITZ!!! ICH RENN DIR GLEICH HINTERHER, DU KLEINE RATTE!!!“ Der Gaskopf bremst auf mein Schimpfen hin doch noch in vollem Lauf ab und bringt ihren Hintern auf den Boden.(So ein Mist, Frauchen hat es gesehen) „Gut gemacht, sehr brav, braver Hund.“ Damit ist die Ruhe vorbei. Die Rehe verschieben ihr Abendessen und verschwinden genauso ruhig wie sie aufgetaucht sind. Die kennen uns anscheinend auch schon.

 

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26. Oktober 2012 5 26 /10 /Oktober /2012 09:19

Es ist wieder soweit. Es ist Herbst. Nebel. Regen. Kalt. Bäh. Am liebsten würde ich solche Tage vor dem Fernseher auf dem Sofa vergammeln. Im Ofen im Wohnzimmer prasselt so schön das Feuer. Das ist doch mal gemütlich.

 

Der Hund muss aber raus. Man munkelt es gäbe tatsächlich glückliche Hundebesitzer, deren Hunde sich schnell in den Garten verkrümeln, ihr Geschäft erledigen und sich dann wieder ins Körbchen legen. Zu der Sorte gehört der Gaskopf nicht.

 

Sie möchte ausgelastet werden. Das heißt: So lange spazieren gehen wie bei schönem Wetter. Oder: Ich schicke meinen Freund mit Hund zum Joggen raus. Natürlich auch bei Regen. Kann ich aber meistens nicht durchsetzten. Also muss ich selber losziehen. Nein. Der Hund gehört nicht mir, sondern meinem Freund.

 

Was der Gaskopf nicht möchte? Die neue Schondecke (extra für Dreckwetter gekauft) für meine Autositze ist ihr zu ungemütlich. Das Material ist nicht flauschig. Ich habe unter Mühen den Schonbezug auf die Rücksitze gefriemelt und dann den Hund eingeladen. Ja, das Anschnallen des Hundes habe ich vergessen.

 

Wir fahren los, der Gaskopf dreht sich auf dem Rücksitz und betastet mit den Pfoten das Material der Schondecke.  Sie beschließt, dass sie so nicht reisen möchte und klettert mir auf den Beifahrersitz. Ja, Hund nicht angeschnallt heißt: Ladung nicht gesichert. Es ist auch unverantwortlich, ich weiß.

 

Also: Schondecke wieder aus dem Auto fudeln, Hund umladen, Hund anschnallen, Dreck auf dem Rücksitz. Super. Wie macht der Hund das nur? Sie hat doch nur kurz mit ihren Pfoten den Boden berührt! Aber die Schondecke ist eben nicht flauschig. Das kann man seinem Hund ja nicht zumuten.

 

Herbst heißt auch: Schlammige Pfotenabdrücke im Treppenhaus. (wir haben eine weiße Steintreppe), Gummistiefel anziehen, ständig in dreckigen Hosen rumlaufen und feststellen, dass die imprägnierte Jacke doch nicht wasserdicht ist.

 

Dieses Jahr sehe ich die Sache einfach lockerer. Die Treppe könnte ich täglich wischen, es würde nichts nutzen. Der Gaskopf schüttelt sich Schlamm und Dreck nicht vor der Haustür aus dem Fell, sondern mitten im Treppenhaus. Den Dreck, den der Hund nicht ins Haus schleppt, tragen die Menschen an den Gummistiefeln rein. Das ist mal Arbeitsteilung.

 

Der Tipp für den Herbst: Man gehe zwangsweise (der Hund zwingt mich - nicht ich den Hund) im Regen  spazieren und trockne den Hund anschließend mit einem alten Handtuch ab. Das Rezept für glänzendes, seidenweiches Hundefell.  Gut. Es könnte auch daran liegen, dass der Staub vom Sommer endlich aus dem Fell gewaschen wird.

 

Aber was soll ich denn machen? Gaskopfwaschen ist immer ein riesiges Drama. Das Ergebnis: Ein geflutetes Bad, ein nasser Flur, zwei nasse Menschen und am Schluss ein sauberer aber beleidigter Hund. Gewaschen wird Beata daher nur im absoluten Notfall. Gülle im Hundefell ist so ein Notfall.

 

Da muss ich jetzt übrigens gerade tierisch aufpassen. Die Bauern wollen vor dem Winter noch schnell ihre Jauchegruben leeren. Fast jede Wiese bedeckt jetzt eine stinkende, schmierige Schicht aus gequirlter Kacke. Den Duft der schwarzen Masse findet der Gaskopf unwiderstehlich. Da muss Hund einfach Anlauf nehmen und sich mit Schulter voraus in die Jauchepfützen werfen. Dieses Jahr war ich mit Anleinen immer schneller als der Gaskopf mit Schwung holen. Hoffentlich bleibt das auch so.

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14. Oktober 2012 7 14 /10 /Oktober /2012 10:04

Die Samstagsgruppen in unserer Hundeschule werden neu formiert. Die Chaotentruppe um 16 Uhr tauscht den Platz mit den kleinen Strebern um 17 Uhr. Unsere Gruppe sieht jetzt so aus:  Ein Frechdachs namens Oscar, die unterbissige Nehle, der grob motorische Labrador Artos, die vorwitzige Ally, der mit Rüden bedingt verträgliche Leon und unsere Zicke Beata. Außer Artos sind alle aus dem Auslandstierschutz. Eins haben alle Hunde gemeinsam: Individualität.

 

Normale Hunde stammen vom Züchter, besuchen in einer Hundeschule den Welpenkurs, werden gut sozialisiert, kommen in den Junghundekurs, die Pubertät wird überstanden und dann sind sie Bravhunde. Bravhunde jagen nicht und tun sonst auch nix. Bravhunde lösen bei mir immer Neid aus.

 

Unsere Hundeschule zieht die schwierigen Hunde magisch an. Die bedingt Verträglichen, die Randalierer, die Jäger, die chronisch Kommandotauben, die mit schlechten Manieren und überhaupt alles hündische,  was nicht wirklich konform mit gesellschaftlichen Normen laufen will.

 

Die Trainerin hat sich mal in einem schwachen Moment darüber beschwert. Warum alle Leute immer die versauten Hunde zu ihr schicken. Warum immer die schwierigen Hunde in ihre Hundeschule weiterempfohlen werden.  Tja, gute Frau, dann musst du eben einfach schlechter arbeiten, dann melden sich nicht mehr so viele gestörte Hund-Mensch Kombinationen an. Utzi-Gutzi-Spaß mit hochtönig geflötetem „Feiiiin“ kann jeder. Bei Problemhunden wird es interessant.

 

Hundeschule schadet dem Gaskopf überhaupt nicht. Im Gegenteil. Erstens macht es unserer Madame Spaß. Da kann auch ein Gaskopf mal zeigen, dass sie auch brav sein kann. Manchmal darf der Gaskopf sogar Vorzeigehund spielen. Dann ernten wir mal Neid von den Anfängern. „Ach, die Hündin hört aber gut. Ach, wenn nur mein Hund so wäre.“ Oh liebe Leute, denkt nach bevor ihr euch etwas wünscht. Es könnte in Erfüllung gehen.

 

Für den Gaskopf viel wichtiger als Grundkommandos üben ist aber der Kontakt zu Hunden. Hunde sind ohne Hundekontakt einfach nicht glücklich. Sie brauchen den Austausch, das Spielen mit Ihresgleichen. Bei uns in der Pampa treffen wir selten auf andere Hunde und wenn, dann werden die Gegenüber meistens schnell angeleint und verschwinden. Was nicht unbedingt am schlechten Ruf unserer Hündin liegt. Andere Hunde sind einfach auch unverträgliche Chaoten.

 

 

Das fremde Hündinnen-Verkloppen-Problem haben wir noch nicht gelöst. Ob das jemals funktioniert wage ich zu bezweifeln. Allerdings randaliert der Gaskopf deutlich weniger an der Leine. Eigentlich nur noch wenn die Andere anfängt.

 

Für meinen Teil bleibt Hundeschule eine Samstags-Dauereinrichtung. Soviel Geld kostet es gar nicht, mir macht es auch Spaß und das Ergebnis kann sich doch sehen lassen. Der Gaskopf haut nicht mehr ab, wenn sie es versucht kann ich sie meistens aufhalten und die Zicke wird immer verträglicher. Meine Befürchtung ist aber auch einfach, sie könnte einen tierischen Rückfall erleidet, wenn wir nicht ständig unter Aufsicht an ihren Manieren arbeiten.

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19. September 2012 3 19 /09 /September /2012 17:26

Der englische Begriff bezeichnet Gesetzlose oder in diesem Fall besser: Geächtete. Hier im Blog sind das einfach Hunde, die nicht zu den Bravhunden gehören. Hunde, die eben nicht „Nix tun“ sondern ihr Hunde-Gegenüber auch mal ungespitzt in den Boden rammen. Sie lassen nichts anbrennen. Das sind Leinenrandalierer, Hündinnen-Verklopper, Katzen-Haarbüschel-Ausreißer und Hoppelhäschen-über-die-Wiese-Hetzer. Sie erschrecken mit Leinengetöse zart beseelte Bravhundehalter zu Tode. (Ach Herrje, dass es solche Monster überhaupt gibt!)

 

Outlaws haben es in der Gesellschaft schwer. Es gilt als Grundvorrausetzung, dass ein Hund sich mit Jedem und Allem verstehen muss, sonst gilt er als aggressives Mistvieh. Warum eigentlich.? Menschen sind untereinander auch nicht mit jedem verträglich. Wie? Dein Hund versteht sich nicht mit Jedem? Dein Hund will Häschen fressen und Katzen scheuchen! Oh mein Gott! Polizei! Ordnungsamt! Verfassungsschutz!

 

Ich habe auch schon festgestellt, dass Hundebesitzer verschiedene Taktiken anwenden um mit ihrem Outlaw zu leben.

1. Problem ignorieren und leugnen.

2. Gute Ausreden finden.

3. Versuchen das Problem zu lösen und damit zurechtzukommen

 

Der Gaskopf verprügelt keine anderen Hündinnen. Sie ist nur flexibel in ihren Emotionen und hat Defizite in der innerartlichen Kommunikation mit den weiblichen Vertretern ihrer Art. Leon ist sicher kein aggressiver Hund. Er zeigt nur intraspezifische Aggression kombiniert mit destruktiven Handlungen zu Lasten von fremden Rüden.. Und Beata und Leon hören auch nicht manchmal einfach nicht auf ihre Frauchen. Sie sind beide  kreativ in der Ausführung von Kommandos. Es ist aber auch wirklich so, dass Hund „Nein“ und „Fein“ sehr leicht verwechseln kann. Deshalb sind beide auch Dauerkunden in der Hundeschule.

 

Foto0106   Leon ist ein schwarzer Mischlingshund. Schwarz. Die Farbe des Bösen. Der Gaskopf trägt wenigstens noch etwas mehr Weiß im Fell. Leon würde niemals einen Wesenstest bestehen. Das behauptet jedenfalls sein Frauchen.

 

Das Tolle ist: Beata und Leon verstehen sich prächtig. Sie sind nicht nur Gassifreunde. Sie sind Buddelfreunde. Natürlich werden andere hochwichtige Geschäfte auch gemeinsam erledigt. Schnüffeln, Markieren und natürlich: Versuchen zum Jagen abzuhauen.

Foto0101         Foto0102

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10. September 2012 1 10 /09 /September /2012 12:57

Foto0098Hat eine Zicke wie der Gaskopf überhaupt Freunde? Unter Hündinnen jedenfalls nicht. Ich kenne genau drei Hündinnen, die sie nicht unmittelbar nach einem Zusammentreffen ungespitzt in den Boden rammt. Dazu gehört Linda. Das ist die kleine weiße Hündin aus dem Erdgeschoss.  

 

Linda ist 13 – 15 Jahre alt. So genau kann man das gar nicht sagen. Sie ist keine 30 cm groß und  stammt ursprünglich aus Spanien. Als junge Hündin wurde sie von ihrer Besitzerin von einem spanischen Bauern weg gerettet.

 

Linda kennt keine Kommandos. Entweder hat sie sie  in ihrem Alter schon wieder vergessen, oder – wie ich vermute- sie findet einfach, dass man einer alten Dame das Ganze Ding mit dem „Sitz“ und „Komm“ nicht mehr zumuten darf. Mach aber alles nichts. Das Hundchen weiß sich zu benehmen.

 

Lindas  Fell hat schon etwas Glanz verloren, ihre Gelenke wollen nicht mehr so richtig und die Augen sind auch nicht mehr so gut wie sie mal waren. Ob die Kleine  auch schon schlecht hört kann ich  nicht sagen. Vielleicht stellt sie auch nur ihre Ohren auf Durchzug. Wer weiß.

 

Wenn die Nachbarn aus dem Erdgeschoss mal ein paar Tage wegfahren darf Linda bei uns bleiben. Letzte Woche war sie von Sonntag bis Mittwoch unser Gast. Alles kein Problem. Seltsamerweise. Man könnte ja nach dem Rupfvorfall meinen, dass kleine weiße Hündinnen zum Feindbild des Gaskopfes gehören. Nix da. Linda und der Gaskopf bilden nicht nur eine friedliche Koexistenz.

 

Sie haben sogar gemeinsame Feindbilder. Da kommt uns doch beim Gassi der White Westhighland Terrier aus der Nachbarschaft entgegen. Sein Frauchen hat er auch dabei.  Den Gaskopf nehme ich an der kurzen Leine auf die andere Seite. Von Madame kommt erst nur ein tiefes Grollen.

 

Aber dann wirft sich Linda mit Getöse in die Leine. Oh man merkt ihr das Alter wirklich nicht mehr an. Dass die Kleine von ihrem Gegner überragt wird vergisst sie anscheinend. Der Gaskopf geht von Motzen in Angriff über und ich habe zwei tobende Furien an der Leine. Der Nachbarsterrier ist aber auch nicht besser. Die Hunde betiteln sich alle mit schlimmen Wörtern. Die Menschen grüßen sich höflich.

 

Klein Linda ist sonst auch noch fit. Ein 45 Minuten Spaziergang ist kein Problem. Äußerst erstaunlich, wenn man ihr Alter bedenkt und die Tatsache, dass kleine Hunde deutlich mehr Trippelschritte für eine Strecke brauchen als größere Hunde. Dem riesigen Stallhund hat sie kurz aber höflich verdeutlicht, wer hier die Hosen anhat. Der Anblick war köstlich. Ein Berner Sennenhund unterwirft sich einer Fußhupe.

 

Linda ist einfach nur lustig. Hoffentlich hat sie noch ein paar Jährchen. Foto0100

 

 

 

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28. August 2012 2 28 /08 /August /2012 13:50

 

Von der entspannten Ignoranz mancher Hundehalter müsste ich mir wirklich mal eine Scheibe abschneiden. Ich persönlich mache mir ja ständig Gedanken darüber, ob sich unsere Hündin politisch korrekt in der menschlichen und hündischen Gesellschaft bewegt.

 

Es könnten ja zart beseelte Hündchen einen Schock erleiden, wenn sie vom Gaskopf mit üblen Schimpfwörtern betitelt werden. Oder unbeteiligte Passanten erleiden einen Infarkt wenn die Madame sich mit Getöse in die Leine wirft. Von Haare ausrupfen, Hundehintern versohlen und Shelties auf den Rücken schmeißen will ich gar nicht mal reden. Wie macht der Gaskopf das nur? War sie heimlich in einer Schule für Hunde-Judo?

 

Anderen Hundehaltern sind solche Mäzchen ihrer Hunde völlig egal. Die merken nicht mal wenn sie unangenehm auffallen. Und das ist, glaube ich jedenfalls, für sie sehr angenehm.

 

Es regnet. Das ist doch auch mal schön. Nach einem für alle Beteiligten sehr anstrengenden Tierarztbesuch brauchen Hund und Mensch Entspannung. Der Gaskopf und ich gehen ausgiebig spazieren und ich gehe fest davon aus, da ist außer uns niemand unterwegs. Also Friede, Freude, Eierkuchen.

 

Wir sind schon fast am Ende der Runde und trödeln so am Waldrand entlang. Da sprintet von hinten ein schwarz-weißer Hund auf uns zu. Der sieht aus wie ein Deutsch-Drahthaar aber eben in schwarz-weiß und mit Stehohren. Zum Glück ein Rüde. Er stürmt in gerader Linie auf Beata zu. Das ist unter Hunden verdammt unhöflich.

 

Der Gaskopf ist vom Tierarztbesuch  natürlich noch genervt. Also wird der freche Rüde erstmal über die Wiese gescheucht und ein klein wenig in die Schranken gewiesen. Toll. Irgendwelche Menschen sind erstmal nirgends zu sehen. Super. Was mach ich jetzt mit diesem Hund? Den einzufangen und  im Tierheim abzugeben hab ich jetzt wirklich keine Lust.

 

Endlich schaffe ich es das Tier einzufangen. Als ich ihm meine Leine anlegen will und der Karabiner klickt, schießt Beata noch mal nach vorne und verpasst dem Rüden noch mal einen Nackenstoß.

 

Das ist deutlich. „Verpiss dich. Du kommst nicht mit! Noch einen Sausack zu Hause vertrag ich nicht und will ich auch nicht.“  Es hilft aber nichts Schätzerle,  der bleibt an der Leine und du läufst Fuß. Also laufen wir jetzt wieder zurück in die Richtung, wo der andere Hund herkam. Vielleicht finden sich ja Herrchen und Frauchen. Finden sich nach einer Weile auch.

 

Das Paar ist lustig drauf. Ach, sie hätten meinen Hund nicht gesehen und hätten sich gedacht, ihr Hund kommt dann schon wieder. Da könnte man einfach nichts machen. Ihr Hund läuft eben gerne. Ganz toll. Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein.

 

Wäre das eine Hündin gewesen, hätte es eine riesige Schlägerei gegeben. Außerdem gibt es Menschen die Angst vor Hunden haben. Besonders wenn sie unvermittelt hinter einem auftauchen. Haben die Leute mal daran gedacht? Aber das ist den Leuten egal. Ist ja niemand unterwegs. Regnet ja.

 

 

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24. August 2012 5 24 /08 /August /2012 08:55

 

Die Hitze der letzten Woche hat uns gezwungen immer erst spät am  Abend spazieren zu gehen. Die Jäger sehen das überhaupt nicht gerne, wenn ein Hund ohne Leine in der Dämmerung unterwegs ist.. Aber was soll ich denn machen? Tropenklima vertrag ich noch schlechter als der Gaskopf und an Hitzschlag sterben wollen weder ich noch der Hund.

 

Die Sonne ist weg, wir laufen los in den Wald und die Hitze treibt mir immer noch die Schweißperlen auf die Stirn. Für den Hund habe ich Wasser dabei. Für mich nicht. Typisch.  Beata muss sich ja  hinsetzten, wenn sie etwas Jagbares sieht, hört oder wittert. Das macht sie auch vorbildlich. Die Wildbegegnungen laufen entspannt ab.

 

Aus dem Wald heraus machen wir einen Schwenk nach rechts und der Rückweg verläuft  am Waldrand und dabei noch direkt neben großen Kuhweiden vorbei. Die Milchkühe werden vom Bauern tagsüber auf die Weide getrieben und abends tappen sie von alleine wieder in den Stall zurück. Das es so was noch gibt.  Eingezäunt sind die Viecher nur mit einem dünnen Elektrodraht in ca. 90cm Höhe. An den Kühen vorbeizulaufen ist schon manchmal eine Mutprobe für mich. Ob der dünne Draht die Tiere wohl aufhalten könnte?

 

Es dämmert schon und das Milchvieh ist  im Stall. Zum Glück. Hunde sind den Menschen in der Wahrnehmung bei Dunkelheit überlegen.  Bei mir ist das keine Kunst. In der  Dämmerung sehe ich fast nichts mehr also muss ich aufpassen wo der Weg verläuft, damit ich nicht am nahen Weidezaun hängen bleibe.

 

Da startet Beata nach rechts durch auf die Kuhweide und ich bin wieder mal zu langsam. Rehe! Die habe ich wirklich zu spät gesehen.  Für mich ist da jetzt nur ein Schatten zu erkennen, der fünf  andere Schatten über die Wiese scheucht. Oh, Mann das gibt’s doch nicht! Eine ganze Rehherde!. „Beata komm her!“. Die denkt aber gar nicht daran herzukommen.

 

 „Beata sitz!“ Ob sie jetzt sitzt oder nicht sehe ich nicht. Es ist schon zu finster und wenn sich der Gaskopf nicht bewegt ist sie für mich quasi unsichtbar. Also: „Beata, Komm her!“ Das löst unseren Hund natürlich wieder aus. Jetzt sehe ich den Gaskopf zwar wieder aber dafür springt sie auch wieder den Rehen nach.

 

Diese dummen Jungrehe flüchten auch nicht einfach ordentlich in den Wald, wie es sich für anständiges Rotwild gehört, sondern springen vor Verwirrung oder Blödheit im Kreis um den Gaskopf herum. Der macht das Spiel natürlich riesigen Spaß.

 

Verdammt. Dieses Ringelreihen muss ich  jetzt beenden. Im Halbdunklen peile ich den dünnen Draht an und hopste drüber. Die Wiese ist etwas abschüssig, das Gras schon etwas feucht und die Kuhfladen sind richtig glitschig. Also rutsche ich mehr in Beatas Richtung als ich renne und schlittere noch durch ein Paar Scheißhaufen mehr. Ein Balanceakt der besonderen Art.

 

Nach interessanten 50m habe ich den im Kreis hüpfenden Gaskopf  erreicht. Die Rehe flüchten jetzt doch endlich so wie es sich gehört zurück in den Wald und ich verpasse Madame einen Anschiss. „Ich glaub dass du spinnst! Was war denn das?“

 

Der Gaskopf klappt die Ohren ein und stupst mich mit der Nase an. Das soll wohl „Tschuldigung, Frauchen“ heißen.

 

Wieder auf dem Weg denke ich mir: „Das was hier so stinkt sind hoffentlich nur meine Schuhe und nicht mein Hund. Auf eine Gaskopfbadeaktion habe ich jetzt wirklich keine Lust.  

 

Ein Stück weiter will der Gaskopf wieder auf die Weide durchstarten. Dieses Mal reagiere ich aber richtig mit:“ NEIN! SITZ!“ Das macht sie auch brav. Diese Rehe sind auch nicht gar so blöd wie die vorherigen und es hopsen sechs Stück in geordneter Fluchtformation und  relativ ruhig von der Wiese über den Weg in den Wald. Der Gaskopf bleibt sitzen. Sehr vorbildlich.

 

 

 

 

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22. August 2012 3 22 /08 /August /2012 14:38

 

Die ultimative Todfeindin unseres Gaskopfes wohnt ja ganz in unserer Nähe. Diese schwarze Nachbarshündin wird fast täglich an unserem Haus vorbei zum Gassi geführt. Das ist jedes Mal beim Gaskopf der Anlass für einen Großalarm mit anschließender Atomexplosion. Riesiges Getöse eben.

 

Besonders wenn dieses Nachbarshündinvieh sich erdreistet an unserem Haus vorbeizulaufen, während sich unsere Madame gerade auf dem Balkon fläzen will, löst das immer einen Orkan der Empörung aus. Jeder andere Hund der vorbeiläuft ist dem Gaskopf egal. Manchmal wird interessiert geguckt, meistens jedoch hebt sie lustlos den Kopf um sich gleich wieder auf die Seite fallen zu lassen.

 

Läuft die schwarze Nachbarshündin an unserem Haus vorbei, sträubt sich Beatas Nackenfell zur Rundumbürste. Ihre Nase zieht sie vollständig kraus, die Zähne werden gebleckt und aus den Tiefen der Gaskopfseele ertönt kein Bellen, sondern ein tiefes, böses Grollen, das sehr dem dunklen Knurren eines Wolfes ähnelt.

 

„Boaaaaaaa! Ich bring dich um!“ brüllt es vom Balkon herunter. Alle Versuche etwas Ruhe in die Situation zu bringen sind bisher gescheitert. Schimpfen hilft nicht, Abbruchsignal interessiert nicht und Beruhigungsversuche sind komplett falsch. Das bedeutet nämlich für Gaskopfohren: „Brav, sehr schön brüllst du“

 

Mich nervt das Balkongetöse schon lange. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt den tobenden Gaskopf einfach am Halsband zu nehmen und ins Wohnzimmer zu bringen. Mein Kommentar dazu: „Ach, Scheiß drauf“.

 

Heute verlief die Sache etwas anders. Der Gaskopf hatte anscheinend schon die Vorahnung, dass ihre Todfeindin das Freie betreten hat, trabt auf den Balkon und fängt an zu brummen. Auf mein Kommentar: „Ach bitte!, Scheiß drauf!“ dreht sie sich zu mir um und kommt ins Wohnzimmer Gut. Dieses Verhalten ist schon mal ein Leckerli wert.

 

Ein paar Minuten später steht der Gaskopf unter Strom. Ihre Sichelrute ist fast bis zum Kreis gerollt, der Gaskopf vibriert während sie in Angriffshaltung auf den Balkon schreitet und die Nackenfell-Rundumbürste baut sich auf. Die Nachbarin fährt mit Fahrrad und ihrem Köter an der Flexileine an unserem Haus vorbei. Ich weiß was gleich kommen muss. Kawumm. Atompilz. Der Gaskopf flippt aus. Balkongetöse.

 

Mein Kommentar dazu: „Ach, Beata, scheiß drauf. Die dumme Nuss ist ja so was von unwichtig. Scheiß einfach drauf. “. Der Gaskopf brummt zwar leise, lässt aber ihre Nackenhaare langsam wieder herunterklappen, während sie noch mit Argusaugen der Nachbarin hinterblickt.  Sehr schön. Das ist Nudeln mit Sahnesoße wert.

 

Vielleicht lässt der Gaskopf das Balkongetöse doch mal ganz bleiben. Vielleicht könnte man das zufällig neu aufgebaute Kommando: „Scheiß drauf“ auch in anderen Situationen anwenden.

 

Und wenn nicht? Na ja. Dann ist es auch egal.

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14. August 2012 2 14 /08 /August /2012 22:47

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Der Knallfrosch steht auf dem Balkon und motz die Spatzen im Nachbarsgarten an. Der Gaskopf bellt im Schlafzimmer, weil der Knallfrosch auf dem Balkon Alarm gibt und der Knallfrosch bellt weil der Gaskopf bellt. Das alles früh um halb sieben. Damit auch wirklich alle im Haus wach werden. Die Nachbarn werden wir diese Woche noch zum Kaffe und Kuchen einladen. So als kleine Entschädigung.

 

Später frisst der Knallfrosch auf dem Balkon Blätter von meinen Erdbeerpflanzen. An seinem Gesicht sieht man deutlich, die können dem Hund nicht schmecken. Soll er einfach mal machen, denk ich mir, wenn er meint. Ein paar Minuten später kotzt er mir herzhaft ins Wohnzimmer. Super.

 

Das lila Hundebett vom Knallfrosch ist erstaunlich robust. Hätte ich dem Teil gar nicht zugetraut, dass es Hundezähnen so gut Widerstand leistet. Der Knallfrosch testet immer wieder aus, ob er es denn nicht doch noch zerlegt bekommt. Aber noch ist es ganz.

 

Die Stoffkrabbe von Beata ist es nicht mehr. Der Knallfrosch hat sie nach allen Regeln der Kunst zerlegt. Das war wirklich ein schönes Spielzeug. Normalerweise nicht kaputt zu kriegen. Aus festem Baumwollstoff mit einer Füllung aus Bio-Baumwollwatte und einer Rassel aus Kuhhaut drin. Die Rassel hat er heraus operiert und gefressen. Den Plüschbieber auf dem Foto konnte ich noch retten.

 

Der Knallfrosch läuft an der Schleppleine eigentlich ganz gut. Selten testet er mal aus wie weit er weglaufen kann. Mit dem Wörtchen „eigentlich“ ist es so eine Sache. Einmal ist er mir letzte Woche mit Schwung in die Schleppleine gesprungen. Wegen einer Katze. Meine Rückenwirbel werde ich mir wohl wieder mal einrenken lassen müssen.

 

Unsere Hündin ist schon nicht einfach zu beschäftigen aber ein Hund wie der Knallfrosch ist verdammt anstrengend. Normale Spaziergänge und ein bisschen Spielen reichen ihm einfach nicht.  Er braucht zusätzlich noch richtige Denksportaufgaben.  Apportieren hat er innerhalb von zwei Tagen gelernt. Stofftiere namentlich apportieren, das wäre bestimmt genau das richtige für ihn.

 

Manchmal, in sehr seltenen Augenblicken, wenn der Knallfrosch wirklich gut beschäftigt wurde, schimmerte unter der Fassade dieses Sausackes ein guter Hund durch. Ich bin fest davon überzeugt, wenn der Knallfrosch richtig gut ausgelastet und erzogen wird, dann wird das mal ein wirklich toller Hund. Bis dahin bleibt es ein Sausack, der Sachen zerstört, Essen vom Tisch klaut, meine Reitstiefel ankaut, weil sie so gut nach Leder und Pferdekacke riechen und darüber im Schuhregal einpennt.

 

Gestern wurde der Knallfrosch wieder abgeholt. Beata ist wohl am wenigsten von uns darüber traurig. Ich bekomme als Entschädigung einen Kuchen und die Stoffkrabbe bekommen wir auch ersetzt. Das Projekt „Urlaubshund“ verbuche ich unter „Erfahrung“.

 

„Wenn Hunde keine Aufgabe haben, werden sie zu einer“ (von Martin Rütter) Oh, wie Recht dieser Mann doch damit hat.

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  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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