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24. April 2012 2 24 /04 /April /2012 21:37

 

 

 

Die neue Methode der Selbstgeißelung scheint wirklich zu funktionieren. Allerdings muss ich mir das Teil wirklich auf den Rücken hauen, sonst klappt es nicht.

 

 

 

Wir sind Feldhasen begegnet. Ich rufe „Nein!“ und „Sitz!“. Das Nachwerfdings habe ich dann nur nachgeworfen, ohne es mir auf den Buckel zu hauen und Gaskopf ist weiter durchgestartet. Daraufhin bin ich ihr wild schimpfend durch ein Gestrüpp hinterher gesprungen. Gaskopf setzte sich dann doch noch hin, weil sie sich dachte Frauchen ist jetzt komplett irre. Die alten Disteln vom letzten Jahr hatte ich in den Socken hängen.

 

Mäßiges Ergebnis.

 

 

 

Dann hatten wir eine heikle Hundebegegnung. Plötzlich taucht eine schwarze Hündin ohne Leine vor uns auf und die zwei Zicken haben sich sofort fixiert. Das hätte mit Sicherheit eine Schlägerei gegeben. Gaskopf wollte durchstarten, wieder „Nein!“ und „Sitz“. Das Nachwerfdings habe ich mir wieder auf den Rücken gehauen, der Gaskopf setzt sich sofort hin und ich kann sie anleinen.

 

Sehr schön.

 

 

 

 

 

Das ganze System scheint wirklich auf Selbstgeißelung zu beruhen. Ich konnte sie die letzte Woche vor Feldhasen, Krähen, Rehen und einer Katze stoppen. Nur mit Kommando und damit, mich selbst zu hauen. Zum Glück hatte ich keine Zuschauer.  Die würden mich für verrückt halten.  Allerdings waren die Hasen nur auf den Wegen unterwegs und auch sofort wieder im Unterholz verschwunden.

 

 

 

 

 

Die wirklich große Prüfung steht also noch aus. Den Gaskopf vor einem Feldhasen zu stoppen, der über eine Wiese davonrennt gehört zur Hohen Schule. Ob das funktioniert bezweifle ich noch.

 

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19. April 2012 4 19 /04 /April /2012 20:18

 

Nun, wie soll ich das sagen? Das funktioniert nicht. Ich würde den Gaskopf so gerne beim Reiten neben dem Pferd herlaufen lassen. Das Tempo dafür hat sie und eine klasse Auslastung wäre es auch. Aber da machen mir beide einen Strich durch die Rechnung. Konzentriere ich mich voll auf das Pferd, haut Gaskopf ab. Konzentriere ich mich auf den Hund, fängt der Gaul an zu spinnen. Sich auf beide Chaoten gleichzeitig zu konzentrieren ist unmöglich. Also ist Ausreiten mit Hund gestrichen.

 

Arbeite ich im Stall, muss ich Gaskopf anbinden. Passt Frauchen nicht genau auf, geht der Hund nämlich stiften. Mit Vorliebe zum Nachbarn. Erst die Katzen jagen, dann Katzenfutter klauen und dann auf dem Misthaufen buddeln. Bei diesen Nachbarn musste ich mich schon mehrmals entschuldigen.

 

Heute hatte ich Reitstunde. Pferd anbinden, dann Hund in sicherer Entfernung aber in Sichtweite anbinden und dann beginnt der Tanz. Streichle ich den Hund, meckert das Pferd. Streichle ich das Pferd, meckert Gaskopf. Bekommt der Hund ein Leckerli, bettelt der Gaul. Bekommt der Gaul zu fressen, bettelt der Hund. Wenn ich anfange das Pferd zu putzen, mault der Gaskopf und weil der Gaskopf mault, scharrt das Pferd mit den Hufen und tänzelt rum. Es dauert eine Weile bis beide endlich Ruhe geben. Was für ein Chaos!

 

Zum Glück mag die Reitlehrerin den Gaskopf. Sie hält während der Reitstunde unsere Hündin an der Leine fest. Das heißt aber nicht dass Ruhe wäre. Hinter der Reitlehrerin werden aus Protest Löcher gebuddelt. In regelmäßigen Abständen beschwert sich der Gaskopf mit ihrem berühmten Bellheulen. Steige ich vom Pferd ab, werde ich erstmal mit Wucht angesprungen. Ja, Frauchen war ja sooo lange und sooo weit weg!

 

Was sich der Hund wohl denkt? Leidet sie an Kontrollverlust? Denkt sie sie müsste mich retten? Was die zwei Viecher wohl voneinander halten? Sind sie eifersüchtig aufeinander? Keine Ahnung. Hoffentlich gewöhnen sich die zwei Chaoten mal aneinander

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16. April 2012 1 16 /04 /April /2012 20:55

 

Oder: Die neue Selbstgeißelungs-Methode! Die Neuheit in der Hundeerziehung!

 

Von der Hundetrainerin kam der Vorschlag dem Gaskopf die Leine nachzuwerfen, wenn sie wieder durchstartet. Weil der Gaskopf eben schon alles kann und weiß. Nur Bock auf mich zu hören hat sie nicht. Bis die Leine aber verknotet ist, dauert es zu lange. Also haben wir das Nachwerfdings gebastelt. Es besteht aus zwei alten Hundehalsbändern aus schwerem Leder um die eine alte Leine geschlungen ist. Somit hat es eine Schlaufe zum werfen, liegt gut in der Hand und hat gute Flugeigenschaften.

 

Ich kann nur nicht Werfen. Ich konnte es schon im Schulsport nicht. Beim  Gaskopf einen Volltreffer zu landen wäre also pures Glück. Einmal hab ich es bisher geschafft ihr das Ding direkt vor die Füße zu werfen und Gaskopf war doch beeindruckt.

 

Heute hatte ich einfach die Schnauze voll vom Schleppleinentraining und dachte mir: "Was soll´s? Dann gehen wir eben ohne Leine! Scheiß drauf!" Wir sind losmarschiert und treffen auch gleich auf die erste Gruppe Rehe. Die stehen zu fünft auf einem Feld und fressen. Gaskopf fixiert sie und spannt sich an. Normalerweise soll sie mir alles Jagbare mit „Sitz“ anzeigen. Das weiß sie, kann sie und macht es auch. Heute macht sie es aber nicht. Sie will durchstarten, weil sie sich denkt: „Scheiß auf Frauchen! Her mit den Glückshormonen!“

 

Ich gebe schnell die Kommandos „NEIN!“ und „SITZ!“. Während der Gaskopf die ersten Sprung Richtung Bambis mach, hole ich mit Schwung aus, weil ich ihr das Nachwerfdings mit richtig Wucht hinterher werfen will und haue mir das Teil selbst mit Schmackes auf den Rücken. Zum Werfen komme ich nicht mehr. Der Gaskopf sitzt nämlich schon und guckt mich entsetzt an.  Rückruf funktioniert! Ich glaub es nicht! Das hat sie wirklich noch nie gemacht!

 

Wahrscheinlich denkt sich der Gaskopf: „Au weh! Wenn sich Frauchen das Ding selbst auf den Rücken haut, muss es wirklich ernst sein!“  Oder ist es das Geräusch? Keine Ahnung. Die Bewegung kann es fast nicht sein. Ein normaler Wurf ganz grob in ihre Richtung hat sie jedenfalls noch nie interessiert. Getroffen hab ich sie auch noch nie.

 

Ein Feldhase saust wenig später etwa 50m vor uns über den Feldweg. Selbes Spiel. „Nein!“ und  „Sitz!“ als Kommando, Gaskopf startet durch, mit Nachwerfdings ausholen, sich das Teil unabsichtlich selber auf den Rücken hauen, Gaskopf sitzt und guckt mich verdattert an. Ich musste wieder nicht werfen. Es ist unglaublich. Wir konnten sogar später noch an einer weiteren Gruppe Rehe vorbeilaufen. Ohne Probleme!

 

Nun, natürlich muss sich erstmal zeigen ob das Ganze denn von Dauer ist. Aber Selbstgeißelung für die Hundeerziehung zu nutzen, das muss einem erstmal einfallen.

 

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14. April 2012 6 14 /04 /April /2012 21:41

Wir waren heute wieder in der Hundeschule. Die Reste der Welpengruppe haben wir noch getroffen. Die sind ja alle so süß! Die muss man einfach knuddeln! Gut dass ich heute den Besitzer von dem besonders großen, flauschigen Welpen gefragt habe. Das mach ich sonst nicht. Ich weiß, dass ist nicht besonders höflich aber ich kann einfach nicht anders als Welpen knuddeln.

 

„Nein!!!“, war die Antwort, das wäre nicht gut. Die Trainerin kennt mich und hat sich sofort dazwischen geworfen. Der flauschige Scheißkerl von Welpe beißt nämlich im Alter von knapp  4 Monaten schon herzhaft Menschen. Und das mit voller Absicht. Wie gibt’s das denn? Das ist mir völlig unbegreiflich.

 

Dieser kleine Profikiller ist ein Mix aus Leonberger und Owtscharka.  Ganz toll! Eine Maxi-Sonderausgabe eines Herdenschutzhundes und das in den Händen von völlig ahnungslosen Ersthundebesitzern.

 

Bevor ein Aufschrei durch die Herdenschutzhund-Liebhaber geht: Nein, ich habe nichts gegen solche Hunde. Ich persönlich möchte so einen nur nicht mal geschenkt haben. Sie gehören in erfahrende Hände. Zu Menschen die einen Hund mit Sachverstand und Konsequenz führen können. Das kann ich nicht.

 

Mir passieren Fehler, bei denen der Gaskopf entnervt die Augen verdreht. Oder sie freut sich tierisch, weil sie mich wieder mal austricksen kann. Sie nimmt es aber nicht dauerhaft übel oder übernimmt gleich die Rudelherrschaft. Fremde Personen können auch den Gaskopf streicheln ohne sich in Lebensgefahr zu begeben.

 

 

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13. April 2012 5 13 /04 /April /2012 21:55

Normalerweise werde auch ich immer euphorisch begrüßt wenn ich nach Hause komme. Vom Hund jedenfalls. Heute nicht. Da ist doch was faul. Gaskopf liegt in ihrem Körbchen und nicht auf dem Sofa. Das allein ist schon sehr verdächtig. Ihre Rute wedelt wild von einer Seite zur anderen und gibt dabei laute, immer schneller werdende Klopfzeichen aber wirklich auf mich zustürmen will sie heute nicht. Sie kommt langsam mit angelegten Ohren und gesenktem Haupt auf mich zu. Sie hat doch bestimmt wieder was angestellt.

 

Ja, hat sie auch. Ist aber nicht so schlimm. Sie hat ihren Knochen genüsslich auf unserem Sofa verspeist. Die Knochenspäne und die Sabberflecken verraten es. Das darf sie eigentlich nicht und das weiß sie auch. Macht aber nix. Für so was haben wir Decken.

 

Es heißt ja immer, Hunde könnten gar kein schlechtes Gewissen haben. Sie würden beim Nachhausekommen des Besitzers nur die schlechte Laune des Menschen spüren und daraufhin mit Beschwichtigungssignale reagieren.

 

Aber bei uns ist es definitiv anders herum. Erst bemerke ich das schlechte Gewissen von Gaskopf und dann schaue ich bewusst nach was sie angestellt hat. Geschimpft habe ich sie für so was nie. Wenn man Hunde nicht beim Scheiß bauen erwischt, ist Schimpfen nutzlos. So behaupten es die Hundegelehrten jedenfalls.

 

Gaskopf erstaunt mich immer wieder. Mittlerweile führe ich eine Statistik dafür.  Deutliche Anzeichen von schlechtem Gewissen hat sie gezeigt bei:

 

-große Palme ausgebuddelt

-Mülleimer ausgeräumt

-Schuh angefressen

-Pfannenwender geklaut

-Holzscheit zerlegt

-Knochen auf Sofa gefressen

 

Das konnte ich alles von der Wohnungstür aus gar nicht sehen. Also konnte ich gar nicht sauer sein. Ein schlechtes Gewissen hatte Gaskopf trotzdem.

 

Aber vielleicht hatte sie ja in Griechenland doch schon einen Vorbesitzer. Von dem muss sie dann wohl für die gleichen Sachen schon Schelte bekommen haben.

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11. April 2012 3 11 /04 /April /2012 20:57

 

Mittlerweile haben wir das Jagdproblem einigermaßen im Griff. Bis auf die Feldhasen. Diese Viecher tauchen plötzlich auf. Im einen Moment trottet man noch fröhlich durch die Landschaft und im anderen Moment startet so ein blödes Vieh wenige Meter vor uns aus seiner Kuhle durch. Während ich noch in der Schrecksekunde verharre ist Gaskopf schon mitten in der Verfolgungsjagd.

 

Meister Lampe schlägt Zentimeter vor ihrer Schnauze seine Haken und Gaskopf zeigt wirkliche Windhundqualitäten. Keine Chance auf Rückruf, Stoppsignal oder Irgendetwas. Man kann nur am Feldrand stehen und dem Hasen die Daumen drücken. Bis jetzt hat es noch jeder in ein Gebüsch geschafft. Dann ist der Spuk vorbei.  Nur ein Trost bleibt. Kein Jäger schießt so gut, dass er einen Hund in diesem Tempo treffen würde. Das hat mir mal ein Jäger verraten.

 

Wie soll ich trainieren, wenn ich bis heute keine Ahnung habe, wo man den Viechern wirklich zuverlässig begegnet?  Sie sind wie Geister.  Ohne Vorwarnung sprinten sie los. An der Schleppleine reißt einem der Gaskopf fast den Arm aus und eine schleifende Schleppleine erwischt man nicht mehr. Auf eine davon zischende Schleppleine zu  treten habe ich in so einer Situation nur einmal versucht. Es hinterlässt einen derart umwerfenden Eindruck, dass man die Erfahrung nicht noch einmal machen möchte.

 

Erst vorhin war es wieder so weit. Wir schlendern einen Feldweg entlang. Gaskopf läuft ein paar Meter schnuppern voraus. Ich blicke nach links auf die Wiese. Nichts. Das Gras ist auch noch nicht wirklich hoch. Ein paar Augenblicke später gucke ich wieder nach links. Da sitzt ein Hase! Keine fünf Meter weg. Wo kam der denn her? Mein Freund hat ihn auch nicht gesehen. Gaskopf startet durch, ich plärre „NEIIN!“, werfe mein Nachwerfdings aber es ist schon zu spät. Gaskopf ist weg. Dieser Feldhase hat sich nicht einmal mehr die Mühe gemacht Haken zu schlagen. Er ist nur um sein Leben gelaufen. Hase war im Gebüsch verschwunden, Hund war wieder abrufbar.

 

Es gibt aber noch ein Phänomen. In dem kleinen Heimatort meines Freundes in Norddeutschland tauchen abends Kaninchen in rauen Mengen auf. Sie hoppeln nach Sonnenuntergang völlig entspannt durch die Siedlung. Man könnte meinen, die würden genauso ins Beuteschema unseres Gaskopfes passen wie Feldhasen. Aber nicht die Bohne!

Die lässt sie in Ruhe. Kaninchen können kurz vor uns in Gruppen die Straße passieren und es passiert gar nichts. Gaskopf jagt sie nicht. Auch ohne Leine nicht. Wie kann das sein? Sie reagiert überhaupt nicht auf die Tierchen.

 

Gaskopf fixiert sie nicht mal. Warum nicht? Klar, sie riechen sicher anders. Aber sonst? Wo liegt der Unterschied? Was ist das Geheimnis? Jedes andere Kleintier wird gejagt. Ob Maus, Ratte, Hamster oder Feldhase ist völlig egal. Nur Kaninchen jagt sie nicht. Manchmal glaube ich, ich müsste nur hinter das Geheimnis dieses Rätsel kommen um das Jagdproblem endgültig in den Griff zu bekommen.

 

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10. April 2012 2 10 /04 /April /2012 21:25

Im Krieg gegen die Hundehaare haben die Haare in den letzten zwei Jahren jede Schlacht gewonnen. Die Nachbarin aus dem Erdgeschoss hat schon mal angedeutet, dass sie auch ständig Haare von unserem Hund in ihrer Wohnung findet. Es war zwar kein intensiver, direkter Vorwurf aber ein leises Klagen schwang doch in ihrer Stimme mit. Aber was soll ich machen? Die Haare von Gaskopf verbinden sich zu kleinen Flusen und starten täglich ihren Gegenangriff. Manche flüchten eben auch aus der Wohnung. Man hat gekehrt, gesaugt, gewischt und Minuten später schwebt einem die nächste Haarfluse über die Füße.

 

Wegen dem Ganzjahreshaarproblem wollte ich schon immer einen Vorwerkstaubsauger haben. Ein Hund kann in den Menschen die seltsamsten Begehrlichkeiten wecken und Menschen klammern sich gern an Hoffnungen. Wenn ich nur so ein Teil hätte würde bestimmt alles besser werden!  Diese Dinger waren mir schon immer zu teuer. Wer in aller Welt will einen Staubsauger für 900Eur kaufen?

Da steht er jetzt im Flur. Ein altes, hässliches, viereckiges Ding in grün wartet auf seinen ersten Einsatz.

 

Wie ich da ran gekommen bin? Den Eltern meines Freundes ist wieder eingefallen, dass sie so einen Staubsauger vor Jahren an ihre Mieter ausgeliehen hatten und diese Mieter sind jetzt ausgezogen und jetzt ist dieser Staubsauger frei geworden. Ich habe sofort Interesse angemeldet.

 

Allerdings beschleicht mich der Verdacht, dass Hundehaare doch raffinierter sein könnten als allgemein angenommen wird. Wahrscheinlich lassen sie sich gerade eine neue Taktik einfallen um meine neue Wunderwaffe auszuhebeln.

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8. April 2012 7 08 /04 /April /2012 06:10

Tja, ich bin um 6 Uhr schon wach. Ein lautes WAUUU HUHU! hat mich vorhin geweckt. Madame musste dringend raus. Sie hat ja gestern doch noch ihren geliebten Schinkenknochen bekommen. Weil sie dann in der Hundeschule doch noch brav war und die Koalitionskrise beendet ist. Das hab ich jetzt davon.  Aber was soll´s. Feiertage und Ausschlafen werden einfach überbewertet. Bewegung am frühen Morgen soll ja gesund sein. Gaskopf schnarcht schon wieder zufrieden auf dem Sofa. Nur ich bin wach und kann nicht mehr schlafen.

 

Immerhin besser als das, was sie letztes Jahr gemacht hat.  Der Sohnemann meines Freundes hatte seine komplette Osterschokoladenbeute auf dem Boden seines Zimmers abgestellt. Der Gaskopf hatte wohl gemeint, wenn sie schon keine echten Hasen fressen darf, dann schlachtet sie halt mal Schokohasen. Und weil’s  im Kinderbett gemütlicher ist, hat sie diese Aktion dann auch dort hin verlegt. Was für eine Sauerei!

 

Wir haben es später nachgerechnet. Es dürfte ca. ein halbes Kilo Schokolade gewesen sein, die sie gefressen hat. Drei Schokohasen (die hatte sie wenigstens ausgepackt) , ein ganzes Netz Schokoeier mit samt Glitzerpapier, eine Tafel Kinderschokolade und noch diverse andere Kleinigkeiten. Die gefärbten Hühnereier hat sie verschmäht. Nach dieser Menge wäre auch mir Schlecht geworden.

 

Und während ich noch mit dem Notdienst unserer Tierärztin telefonierte hörte ich neben mir ein Würgen und eine braune Schokopfütze breitet sich neben mir im Flur aus. Das mit dem Brechmittel hatte sich so eben erledigt. Die Tierärztin meinte, wenn sie kotzt ist es gut. Und wenn sie weiter kotz wäre es noch besser. Falls sie das nicht tut und komisch wird, soll ich mich noch mal melden. Der Gaskopf kotzte weiter. Wenigstens ist sie nicht blöd. Immer schön viel Wasser saufen und raus mit dem Scheiß. Immer brav in den Flur kotzen, denn bis in den Garten wäre auch zu weit gewesen und im Garten war dem Hund ja auch nicht schlecht. Mit einer Aktion zweimal Sauerei veranstalten ist schon eine hohe Kunstform.

Ach ja, die Trainerin meinte gestern wir sollen mehr trainieren, ich soll sauer werden, wenn sie abhaut und ihr die verknotete Leine nachwerfen. Weil der Gaskopf ja schon weiß, was sie darf und was nicht. In der Hundeschule hat´s gewirkt. Ganz ohne Volltreffer. Wir haben aus alten Halsbändern und einer alten Leine ein Nachwerfding gebastelt. Mal schaun ob´s draußen auch wirkt.  

Na dann, Frohe Ostern!

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7. April 2012 6 07 /04 /April /2012 14:02

 

Was der Köter immer wieder macht? Auf fremde Hunde zulaufen. Genauer gesagt. über mehrer hundert Meter sprinten. Das wäre nicht ein gar so großes Problem, wenn sie eine Vertreterin der „ist so lieb tut keinem was“ Sorte wäre. Ist sie aber nicht. Mit fremden Hündinnen fängt sie auch mal eine Schlägerei an, wenn es sein muss. Und zwischen Weibern muss es meistens sein. Zicke eben. Ich versteh es nicht. Die ganze Welt ist voll von glücklichen, entspannten Menschen die mit 20 Hunden ohne Leine spazieren gehen können ohne dass auch nur einer meint abhauen zu müssen. Anscheinend hat keiner solche Probleme-nur ich. Ich habe auch keinen Bock mehr auf Diskussionen mit neunmalklugen Bravhundehaltern. Anderen Hundebesitzern geh ich mittlerweile aus dem Weg.

 

Ja, ich hör es schon! So ein Köter muss eben an der Leine bleiben. Ein Forum gibt geschlossen den Tipp für Schleppleinentraining. Ich trainiere seit zwei Jahren und dieses Problem bekomm ich nicht in den Griff. Bis auf tierschutzrelevante Methoden habe ich schon alles ausprobiert. An der Schleppleine versucht sie es ja nicht mal. Der Köter ist eben nicht blöd.

 

Wieso ich sie nicht immer an der Leine lasse? Ich finde es einfach entspannend den Hund neben dem Fahrrad laufen zu lassen. Es hilft mir sehr gut abzuschalten, wenn ich dem Köter beim Galoppieren zuschaue. Wie ein Rennpferd muss sie sich auch mal richtig strecken können. Husky-Gene eben. Es baut meinen Stress deutlich ab, mit dem Gaskopf Mäuse zu buddeln. Gut, dass hier so wenige Leute rumlaufen. Eine 30 jährige Frau, die mit einer kleinen Gartenharke ihrem Hund beim buddeln hilft, könnte Fragen aufwerfen. Wir erwischen zwar keine Mäuse, aber das ist auch nicht wichtig. Wenn hier allerdings mal Leute rumlaufen, dann haben sie einen Hund dabei. Und der haut ihnen nicht ab. Diese Hunde sind alle brav!

 

Am Fahrrad kann ich sie also streckenweise nicht an die Leine nehmen und will es auch nicht.  Es soll ja auch Spaß machen. In der Nähe der Staße ist sie mittels Halter fest verankert. Mit Hund an Flexileine Radfahren halte ich für lebensgefährlich. Ein Sprung vom Gaskopf zur Seite und ich lande tierisch auf der Fresse.

 

Wahrscheinlich werde ich gleich nach der Veröffentlichung dieses Artikels der Internet-Inquisition übergeben und virtuell gesteinigt, gevierteilt und verbrannt. Aber meiner Meinung nach hat jeder Hund eine Aufgabe. Hunde kosten Zeit, Geld und Nerven. Dafür muss ein Köter etwas tun. Er ist für etwas gut, sonst verliert er seine Daseinsberechtigung. Heutzutage hat der Mensch selten eine Schafherde zu Hause, die ein Hund hüten und vor Wölfen und Bären beschützen muss. Aber der deutsche Durchschnittshund sorgt für die Gesundheit seines Besitzers und hilft ihm sich zu entspannen.

 

Es ist aber nicht entspannend, ständig den Horizont nach fremden Hunden absuchen zu müssen. Es ist anstrengend und frustrierend.

 

Meint Freund hat die Probleme übrigens auch nicht. Auf den hört sie ja. Da haut sie auch nicht ab. Er ist ja der Herr, Meister und Gottkönig des Gaskopfes.

 

Seit wir unseren Hund haben gehe ich jeden Samstag mit ihr  in die Hundeschule. Vielleicht hat ja die Trainerin eine Idee. Ich frag sie heute mal. So kann der Zustand jedenfalls nicht bleiben.

Einen Rauswurf des Gaskopfes könnte ich übrigens niemals durchsetzen. Eher müsste ich meine Koffer packen. Also muss eine andere Lösung her. Vielleicht kann man ja doch noch was machen.

 

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31. März 2012 6 31 /03 /März /2012 10:21

Weiber!! Es gibt nichts Schlimmeres als keifende Weiber. Ich darf das sagen, ich bin selbst ein Weib.

Am Anfang wollte unser Gaskopf alle anderen Hunde umbringen. Egal ob mit Leine oder ohne. Unterschiede im Geschlecht gab es auch noch nicht. Die ersten Wochen bei uns war ihr Motto: Es hat vier Beine und ein Fell-ich bring es um!

Timo ist der Stallhund. Ein urgemütlicher Mischling aus Berner-Sennenhund und Leonberger. Etwas dick, total entspannt und vom ersten Tag verliebt in Gaskopf. Sie kann machen was sie will, er liebt sie einfach.

Reinhardt, der Stallchef lässt Timo den ganzen Tag laufen. Macht nichts, der Hund macht wirklich nix. Er dreht entspannt seine Runden. Erst über den seinen Hof, dann mal zum einen Nachbarn auf den Misthaufen, mal zum anderen Nachbarn, Katzenfutter klauen. Macht aber auch nix, die Nachbarn kennen ihn. So säuselt die Nachbarin mit den Katzen:„Ach Timo, hast du so einen Hunger, musst du Katzenfutter fressen, ja magst du noch was?“ Klar mag der noch was.

 

Der Gaskopf konnte noch nicht alleine bleiben und ich musste zum Pferd. Niemand anderes zu Hause, der Hund muss also mit, kann aber nicht im Auto bleiben, weil es dafür schon zu warm ist. Also, laufe ich mit Gaskopf an der Leine über den Hof.

Timo entdeckt uns, bricht seine Runde ab und schreitet auf uns zu. Schnellere Gangarten als langsamen Schritt hab ich bei diesem Hund noch nicht erlebt.

Timo: „Oh toll! Ich habe Besuch. Es ist ein Mädchen!“

Gaskopf: Tobt an der Leine: „ICH BRING IHN UM!“

Reinhardt. „Lass doch deinen Hund von der Leine, das passt schon.“

Ich: “Meinst du wirklich?“

Reinhardt: „Ja, ohne Leine funktioniert das.“

 

Von wegen! Ich mache Gaskopf von der Leine und sie stürmt auf Timo zu. Der freut sich und hat ohne Begrüßung oder Ankündigung unsere Hündin am Hals hängen. Dieser blöde Gaskopf versucht Timo in den Hals zu beißen! Schafft sie zum Glück nicht, weil Timo einfach zu dick ist und zu viel Fell hat. Sich mit einem anderen Hund anzulegen, der gute 20kg mehr Gewicht in den Ring wirft ist verdammt blöd. Timo lässt sich aber nicht stören. Während Gaskopf versuch ihn umzubringen, schnuppert Timo entspannt an seiner neuen Freundin. Ich glaub es nicht! Den Gaskopf packe ich und sperre sie in eine leere Pferdebox. Da tobt sie weiter. Die Pferde gucken nur: Was ist denn da los?

 

So geht das wirklich nicht. Ich muss diese Woche täglich den Hufverband kontrollieren und Gaskopf muss mit. Timo hat Hausrecht - was mach ich nur?

Angeblich kann man Katzen bestrafen indem man sie mit Wasser besprüht. Am nächsten Tag hab ich unseren Pflanzensprüher dabei. Selbes Spiel, Timo freut sich, Gaskopf startet ihren Mordanschlag. Ohne Kommentar sprühe ich Wasser in den Fellhaufen. Das Knäul trennt sich, Timo sitz ein paar Meter weiter und winselt: „Ich mag aber zu dem Mädchen!“

Gaskopf sitzt neben mir und guckt weg. Weg von Timo und weg von mir und ist wohl beleidigt.

Der Effekt ist erstaunlich. Am nächsten Tag lasse ich Gaskopf auf dem Hof wieder von der Leine, sie guckt erst zu mir, dann auf den Pflanzensprüher in meiner Hand und geht Timo begrüßen wie es sich gehört.

Gut, ein Hund weniger den sie umbringen will.  

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  • : Mein Leben mit einem ehemaligen Straßenköter, dem Gaskopf: Hündin, Schäferhund-Husky Mix, ca. 4 Jahre, Zicke, verkloppt gern mal andere Hündinen, hat alles was ein Hundehalter nicht brauchen kann: Intelligenz, Jagdtrieb, schnelle Reaktionen, Witz und Charme. Tipps gibts hier keine. Nur meine Erfahrung aus 2 Jahren Antijagdtraining mit einem Husky-Mix sind hier zu lesen. Und was alles an der Hundehaltung anstrengend ist, aber in keinem Buch erwähnt wird das ich besitze.
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